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Review: Gears of War Ultimate Edition

Wenn ältere Spiele neu aufgelegt werden, dann wird dies oftmals nur sehr lustlos erledigt. Ein klein wenig die Grafik verbessern, auf 1080p hochskaliert und fertig. Gears of War Ultimate Edition macht hier nicht alles anders, aber dennoch besser. So wurde die Engine, auf der das originale Gears of War läuft, nicht nur leicht verbessert, sondern wirklich komplett optimiert.

Schon wenn ihr das Spiel startet, seht ihr etwa keinerlei Kantenflimmern mehr, die Ausleuchtung ist auf modernem Niveau und sogar die Charaktere selbst erhielten deutlich mehr Details. Dass das Ganze im Multiplayer dauerhaft in 1080p mit 60fps läuft, braucht wohl nicht zusätzlich erklärt zu werden. Im Singleplayer-Modus werden hingegen „nur“ 1080p/30fps unterstützt. Da sich Gears durch die ganzen Updates wie ein neues Spiel anfühlt, darf den Entwicklern auf jeden Fall zugutegehalten werden. Vor dem Start kommt natürlich die Schwierigkeitsauswahl, und selbst diese wurde erweitert. Wohl aus dem Grund, damit Einsteiger ebenfalls zurechtkommen, denn Gears war noch nie für einen „einfachen“ Einstieg bekannt.

Worum geht es eigentlich?
Wir sind Marcus Fenix, ein Kämpfer, der früher mal ein Kriegsheld war, dann jedoch in Ungnade fiel und nun die Dämonenkrieger, auch als Locust bekannt, bekämpft. Die Locust selbst sind nämlich in einem Überraschungsangriff über die Menschen hergefallen und haben Millionen von Menschen vernichtet. Einfach so, ohne dass es vorher irgendwelche Anzeichen gegeben hätte. Die Menschheit wiederum setzte ihre modernsten Waffen ein, um zumindest die wichtigsten Stützpunkte wieder zurückzuerhalten. Auf einem dieser Stützpunkte wurde Marcus ins Gefängnis gesteckt und hat –wie so oft in Spielen – sein Gedächtnis teilweise verloren. Den Bewachern bleibt jedoch nichts anderes übrig als Fenix eine Waffe in die Hand zu drücken um den Angriff abzuwehren. Ab diesem Zeitpunkt übernehmen wir auch schon die Kontrolle unseres Helden und der Kampf geht so richtig los.

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Überarbeitete Steuerung
Gears of War hat die Third-Person Perspektive zwar nicht erfunden, aber perfektioniert. Lediglich die Steuerung wurde von manchen ein klein wenig kritisiert. Dennoch hat sich die Tastenbelegung durchgesetzt und gilt nun als Standard für viele Deckungsshooter. Die Remastered-Version lässt euch nun aber die Auswahl aus unterschiedlichen Voreinstellungen. Selbst konfigurieren ist zwar nach wie vor nicht möglich, dafür erhaltet ihr aber in den QTE-Sequenzen und der Erklärung sogar die (eingestellten) Tasten angezeigt. Da Gears of War ein sehr schnelles Spielgeschehen bietet, solltet ihr aufpassen, nicht zur falschen Zeit die falsche Taste zu drücken, da ihr sonst den Feinden hilflos ausgeliefert seid. Auch im Multiplayermodus ist ein Auswendiglernen der Konfiguration überlebenswichtig.

Gears-of-War-Ultimate-Edition-2

Was gibt es noch neues?
Neben Grafik, Sound und den Zwischensequenzen gibt es noch „kleinere“ Neuerungen, die aber definitiv einen Blick wert sind. Wir erhalten zum Beispiel alle Multiplayer-DLC-Karten, die extra gekauft werden mussten. Sogar die vormals PC-exklusiven Maps sind in der Xbox-One-Version mit dabei. Wenn euch die Modi „Warzone“, „Execution“, „Assassination“ und „Annex“ zu wenig waren, dann dürft ihr nun auch in „Team Deathmatch“, „King of the Hill“ und dem „Special 2v2“ Modus antreten. Da Microsoft auch auf schnelle Verbindungen setzt, wurden extra dezidierte Server aufgestellt. Natürlich wird es so auch für Cheater schwieriger, was dem Spielablauf mehr als nur zugutekommt. Auch der Einzelspieler wurde erweitert. Mit fünf Bonus-Kapiteln wird die Geschichte rund um Marcus Fenix und den Locust sinnvoll weitergeführt. Außerdem erhalten Käufer des Remasters Zugang zur Gears of War 4 Beta, die 2016 starten soll.

Und was gibt es „Altes“?
Nun da wir die Neuerungen wissen, kommen wir zu den bereits bekannten Inhalten. Wenn ihr die Gears of War Ultimate Edition erwerbt, erhaltet ihr nicht „nur“ die Remastered-Version des ersten Teils, sondern auch Gears of War, Gears of War 2, Gears of War 3 und Gears of War: Judgement in der originalen Xbox-360-Version dank Abwärtskompatibilität. Besonders der erste Teil ist als direkter Vergleich zur Neuauflage sehenswert. Alle Spieler, die die Ultimate Edition zwischen dem 25. August und 31. Dezember spielen, erhalten die Originalspiele als Download, wenn die Abwärtskompatibilität im Herbst ausgeliefert wird.

Review Overview

Wertung - 8

8

Immer noch einer der besten Deckungsshooter

Dank der Gears of War Ultimate Edition dürfen Besitzer der „älteren“ Versionen endlich ihr alte Xbox 360 einmotten, während neue Spieler auch die Vorzüge der inzwischen schon klassischen Teile erkennen können. Zwar wurde nur der erste Teil neu aufgelegt, während die anderen Spiele als Xbox-360-Versionen heruntergeladen werden dürfen, doch auch diese machen heute noch Spaß.

Genre: Action
System: Xbox One
Entwickler: Epic Games/The Coalition
Erscheint: 27. August 2015
Preis: ca. 40 Euro

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