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Review: Cadence of Hyrule – Crypt of the NecroDancer Featuring The Legend of Zelda

Cadence of Hyrule – Crypt of the NecroDancer Featuring The Legend of Zelda ist wie schon sein Titel ein wildes Biest von einem Videospiel. Es sieht aus wie Zelda und klingt dank wundervoller Remixes bekannter Tracks auch so. Aber es spielt unglaublich anders.

Rhythmus-Kampf

Wer Crypt of the NecroDancer gespielt hat, wird hier sofort zurechtkommen. Gegner, Umgebung und ihr selbst folgt einem Beat, der ständig am unteren Bildschirmrand zu sehen ist. Dieser Rhythmus ist der Schlüssel zum Spiel. Bewegt euch mit dem Beat und ihr erhaltet Boni. Ignoriert ihn und die Gegner werden euch früher oder später ausschalten.

Zu Beginn müsst ihr euch entscheiden, ob ihr als Link oder Zelda spielen möchtet. Die beiden unterscheidet ihre Spezialfähigkeit, ihr werdet den jeweils anderen Charakter aber im Laufe der ca. sechs Stunden langen Spielzeit treffen und ebenfalls spielen können. (Eine gewisse Cadence aus NecroDancer ist natürlich auch irgendwo in der Welt versteckt.)

Gegner lassen sich verletzen, indem ihr in sie hineinläuft. Auch das muss im Rhythmus geschehen und hier ist Auffassungsgabe besonders wichtig. Jeder Gegner besitzt ein eigenes Bewegungsmuster. Wenn ein Pilz zum Beispiel Sporen von sich gibt, greift er im nächsten Beat an. Das zusammen mit dem ständigen Beat kann am Anfang etwas überwältigen. Ihr werdet sicherlich früh und oft sterben, was aber so vorgesehen ist.

Roguelike mit Perma-Upgrades

Typisch Zelda ist die Spielwelt in Bildschirmen unterteilt. Besiegt ihr alle Gegner eines Bildschirms, erhaltet ihr zur Belohnung Diamanten. Diese sind wichtig, da sie auch nach eurem Ableben bestehen bleiben. Mit diesen lassen sich dann Upgrades und Items für eure weiteren Läufe kaufen.

Jepp, Cadence of Hyrule ist ein Roguelike. Das geht sogar so weit, als dass Hyrule am Anfang eures Spieldurchlaufs komplett zufällig angeordnet wird. Einen Schritt weiter gehen sogar die Dungeons des Spiels, diese werden bei jedem Betreten komplett neu generiert. Erwartet euch also keine Zelda-Rätsel. Von ihnen fehlt hier jede Spur.

NecroDancer, aber einfacher

Wer NecroDancer durchgespielt hat, dem wird Cadence of Hyrule recht schnell viel zu leicht erscheinen. Neulinge hingegen dürften sich am Anfang hoffnungslos unterlegen fühlen. Dabei bietet das Zelda-Mashup einige Features, die die Erfahrung leichter machen. Nach eurem Ableben könnt ihr euch zum Beispiel zu jedem Shiekah-Stein warpen, den ihr in der Welt berührt habt.

Ihr seid große Zelda-Fans, könnt aber absolut nicht dem Beat folgen? Auch hierfür gibt es eine Option in den Einstellungen. Ihr könnt den Beat einfach deaktivieren. Dann bewegen sich die Gegner, wenn ihr euch bewegt. Natürlich nimmt man NecroDancer damit das größte Alleinstellungsmerkmal weg, aber wenn es nicht anders geht, ist das eine völlig legitime Spielweise.

Noch einfacher wird das Spiel durch Koop, der jederzeit mit einem zweiten Controller aktiviert werden kann. Eure Gegner machen sich ziemlich schwer darin, euch beide gleichzeitig anzugreifen. So lassen sie sich einfach überlisten und recht problemlos attackieren.

Fazit

Wertung - 8.5

8.5

Zum ersten Mal darf ein Indie-Entwickler eine eigene Interpretation der Zelda-Reihe abliefern. Das Ergebnis ist ein wildes Spiel, das besonders Nichtkennern von NecroDancer am Anfang vor den Kopf stoßen könnte. Hat man den holprigen Start aber überstanden, erhält man das wohl spannendste Rhythmus-Roguelike aller Zeiten. Gepaart mit der typischen Zelda-Musik, der A Link to the Past-Ästhetik und der Ohne-Beat-Option, kann man Cadence of Hyrule eigentlich allen Switch-Besitzern und Zelda-Fans empfehlen. Nur sollte man sich kein 20-Stunden-Spiel und auch keine typischen Dungeons voller Rätsel erwarten.

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Genre:
Entwickler: Brace Yourself Games
System: Brace Yourself Games
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 25 Euro
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