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Review: Black Panther (Spoilerfrei)

Marvel Formel + ein Hauch von James Bond & Game of Thrones + viel Girl Power = ein sehr unterhaltsamer Black Panther

Schaut man auf unsere sehr beliebte Übersicht aller kommenden Marvel-Filme bis 2021, so erscheinen in diesem Jahr gleich sieben (der achte Film, New Mutants, wurde kurzfristig auf 2018 verschoben) Kinofilme mit einer Marvel- Lizenz, davon immerhin drei direkt von den Marvel Studios.

Daneben tummeln sich geradezu unzählige Superheldenserien im TV und man fragt sich selbst als eingefleischter Fan, ob nicht langsam aber sicher eine gewisse Übersättigung eintritt. Immer wieder überraschen Projekte mit frischen Ideen und Genres, um uns bei Laune zu halten. Vor allem auf Avengers: Infinity War warten dann doch alle. Noch bevor am 4. Mai viele Fäden des Marvel Cinematic Universe zusammenlaufen, bekommt nun der in The First Avenger: Civil War eindrucksvoll eingeführte Black Panther seinen ersten Solo-Film. Und die Zeichen stehen gut, dass ähnlich wie seinerzeit Iron Man oder auch Ant-Man das Kinopublikum nicht nur begeistert, sondern vor allem auch überrascht wird.

Erschaffen von den beiden Comic-Legenden Stan Lee und Jack Kirby hatte T’Challa alias Black Panther seinen ersten Auftritt in Fantastic Four #52. 1966 war Black Panther auch eine kleine Sensation, denn der coole Superheld war nicht nur König des geheimen afrikanischen Reiches Wakanda, sondern hatte Zugriff auf überlegene Technologien, übermenschliche Kräfte und ist extrem trainiert in den Kampfkünsten. Er war vor allem auch Jahre vor Falcon, Luke Cage oder dem Green Lantern John Stewart farbig. Die Zeit war also mehr als reif das die Marvel Studios, gerade im Vorfeld des nächsten Avengers-Films auch dieses Abenteuer in die Kinos bringen.

Aus großer Macht folgt große Verantwortung

Nach den tragischen Ereignissen um den Tod seines Vaters König T’Chaka in The First Avenger: Civil War begibt sich T’Challa (Chadwick Boseman) zurück in seine afrikanische Heimat Wakanda. Er bereitet sich darauf vor, seinen rechtmäßigen Platz als König des isolierten, aber technologisch höchst fortschrittlichen Staates einzunehmen. Doch Erik Killmonger (Michael B. Jordan) will ihm die Regentschaft streitig machen und sucht sich für sein Vorhaben Unterstützung beim zwielichtigen Waffenschieber Ulysses Klaue (Andy Serkis). Um das Erbe seines Vaters und seine Position als oberster Staatschef zu bewahren, muss sich der Black Panther mit CIA-Agent Everett K. Ross (Martin Freeman) zusammentun. Unterstützt wird der Held zudem von den Mitgliedern der Dora Milaje (unter anderem Danai Gurira), einer exzellent ausgebildeten Kriegerinnentruppe, in der auch T’Challas Exfreundin Nakia (Lupita Nyong’o) gedient hat, oder auch seine geniale Schwester Shuri (Letitia Wright), die sich mit ihren genialen Erfindungen nicht hinter Tony Stark verstecken muss. Ein weiterer wichtiger Verbündeter ist Zuri, gespielt von Forest Withaker, der Schamane ist T’Challas Verbindung zu seinem toten Vater und Hüter eines herzförmigen, leuchteten Krauts. Dieses Kraut ist durch das darin enthaltene Vibranium die Quelle der Superkräfte von Black Panther. Gemeinsam müssen sie Wakanda verteidigen und verhindern, dass das Land in einen Weltkrieg, um das geheimnisvolle und unglaublich mächtige Metall Vibranium, gezogen wird.

Einer der besten Marvel-Filme der letzten Jahre

Anders als der kommende Avengers-Film eignet sich Black Panther perfekt, um in das Marvel Cinematic Universe einzusteigen. Natürlich gibt es eine Menge Querverweise und auch Charaktere wie Agent Ross oder Ulysses Klaue sind bereits bekannte Figuren, dennoch könnte der Film genauso gut als eigenständiger Film funktionieren. Ähnlich wie bei Ant-Man wohnt der Handlung natürlich die bekannte Marvel-Formel inne, dennoch hat man vieles so noch nicht zu sehen bekommen. Der starke Kontrast aus Szenen im urbanen Oakland, den Weiten der afrikanischen Savanne und dem einem modernen Utopia anmutenden Wakanda wird visuell extrem imposant umgesetzt, schlägt sich aber auch in einer entsprechenden Soundtrack-Mischung nieder. Dass es sich hier um einen der besten Marvel-Filme der letzten Jahre handelt, merkt man vor allem weil es Black Panther schafft, auch emotional immer wieder zu packen.

Black Panther startet am 16. Februar 2017 in den Kinos.

Fazit

Wertung - 8.5

8.5

Black Panther fühlt sich zum einen wie ein rasanter James Bond-Film an und zum anderen wie eine moderne Mischung aus Der Pate und Game of Thrones. Euch erwartet eine Story voller Intrigen und Verrat aber auch von Familie und einem König, der erst seine Führerschaft etablieren muss. Wakanda übt auf den Zuseher eine ungemeine Faszination aus, hier sieht man ein anderes Afrika, nämlich jenes, das die restliche Welt um locker 2 Jahrzehnte im Fortschritt abgehängt hat. Ein Afrika, das nicht durch Kolonialmächte seiner Zukunft beraubt wurde und mit seinem fruchtbaren Land und seinen Boden-schätzen zu ungeahnter Blüte aufgestiegen ist. Black Panther kann zwar nicht großartig überraschen, aber anders als etwa Thor: Tag der Entscheidung fühlt sich der Film frisch und weniger zwanghaft gewollt an. Hier gibt es knapp zweieinhalb Stunden beste Marvel-Unterhaltung inkl. eines Settings und einer schauspielerischen Leistung, die einen deutlich mehr packt als alle Marvel-Filme des letzten Jahres zusammen, einigen gut transportieren Politik- bzw. Sozialkritiken und einer verdammt coolen Anspielung auf Zurück in die Zukunft!

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Weiterlesen: Alle Marvel Filme bis 2021 im Überblick

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