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Review: Batman vs. Aliens

Batman ist schon gegen jede Menge starke Gegner angetreten – teilweise nahm er es sogar mit der gesamten Justice League auf. Kein Wunder also, dass der Mitternachtsdetektiv auch eine Konfrontation mit der perfekten Tötungsmaschine nicht scheut – dem Xenomorph. Ein neuer Sammelband von Panini Comics fasst drei Begegnungen des Dunklen Ritters mit den kultigen Aliens zusammen:

  • Batman/Aliens #1-2 (1997) von Autor Ron Marz und Zeichner Bernie Wrightson
  • Batman/Aliens II #1-3 (2003) von Autor Ian Edginton und Zeichner Staz Johnson
  • Superman/Batman vs. Aliens/Predator #1-2 (2007) von Autor Mark Schultz und Zeichner Ariel Olivetti

Batman/Aliens nimmt sich noch relativ ernst und erzählt, wie Batman im tiefsten Regenwald nach einem verschollenen Waynetech-Mitarbeiter zu suchen. Dabei trifft er auf eine geheime Spezialeinheit der Regierung, die perfekt die Archetypen der Soldatengruppen in den Predator-Filmen erfüllen – sogar ein religiöser Soldat ist dabei, der bei Gefahr Verse aus der Bibel zitiert. Dieses erste Crossover versucht so gut wie möglich, die absurde Paarung der Aliens mit Batman glaubhaft zu erzählen – und das gelingt auch in weiten Teilen. Hinzu kommen kongeniale Zeichnungen von Horror Legende Bernie Wrightson (Swamp Thing, Frankenstein).

2003, also einige Jahre nach der ersten Serie von 1997, folgte Batman/Aliens II. Hier ist der Ansatz ein anderer. Statt sich um echten Horror zu bemühen, macht Autor die ganze Affäre zu einem kunterbunten Trash-Fest. Die Xenomorphs kommen nach Gotham City – aber nicht irgendwelche Aliens. Per DNA-Manipulation erschaffene Xeno-Versionen von Poison Ivy, Two-Face, Scarecrow und dem Joker müssen unschädlich gemacht werden. Ernstzunehmen ist das abgedrehte Geschehen in keiner Sekunde, dafür ist der Spaßfaktor umso größer.

Und weil bloß der Dunkle Ritter und Xenomorphs nicht genug sind, folgte 2007 Superman/Batman vs. Aliens/Predator. Dabei handelt es sich um die schwächste enthaltene Story. Sie bietet weder komplett übertriebene Trash-Unterhaltung noch (relativ) ernst gemeinten Horror. Noch dazu sehen die Aliens von Zeichner Ariel Olivetti einfach nicht bedrohlich aus – dass hier kaum eine Szene in der Dunkelheit hilft dabei ebenfalls nicht.

Fazit

Dieser Sammelband enthält nicht gerade die denkwürdigsten Batman- oder Aliens-Comics, das muss er aber auch nicht. Zu einem großen Teil machen die Crossover gute Laune und unterhalten angemessen. Einzig die Story mit Superman fällt ab und kann weder in Sachen Absurdität oder Horror den anderen Erzählungen das Wasser reichen.

Info
Seiten: 364
Preis: ca. 32 Euro
Autoren: Ron Marz, Ian Edginton, Mark Schultz
Zeichner: Bernie Wrightson, Staz Johnson, Ariel Olivetti
Verlag: Panini Comics (DC)

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