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Preview: The Legend of Zelda: Breath of the Wild ausführlich angespielt

The Legend of Zelda: Breath of the Wild muss eine schwere Bürde tragen. Als einziger richtig großer Nintendo-Launchtitel für die Nintendo Switch wird es als ultimativer Systemseller vorgeschickt. Und das, obwohl Links neues Abenteuer simultan auch für die Wii U erscheint. Noch dürfen wir über viele Aspekte des Titels nicht sprechen, die ersten Stunden in der erstmals wirklich komplett offenen Welt von Hyrule versprechen aber ein wahrlich außergewöhnliches Spiel.

I’ve Been Looking for Freedom
Breath of the Wild
bietet so viel Handlungsfreiraum, dass einige Spieler damit überhaupt nichts anfangen werden können. Nach einer Einführung in die grundlegenden Spielmechaniken auf dem Großen Plateau kann man sich frei in alle Himmelsrichtungen bewegen und jeden Winkel der gigantischen Welt erforschen. Dabei wird man aber auf die zweite markante Eigenschaft des Spiels stoßen: es gibt keine Gnade. Aufgrund fehlender Schranken kann man schnurstracks und ohne Warnung in Gebiete laufen, deren Bewohner dermaßen stark sind, dass man sie noch gar nicht besiegen kann. Doch auch der eigenen Ausrüstung gewachsene Gegner erfordern äußerste Vorsicht. Sogar einfache Bokoblins können sich zu einem Problem entwickeln, wenn man sich ihnen nicht mit dem nötigen Respekt nähert.

Doch auch sonst nimmt Zelda den Spieler nicht an die Hand. Nicht ausreichend Waffen, um eine Gegnerhorde zu besiegen? Pech gehabt. Keine Rupien, um das gerade gezähmte Wildpferd bei einem Stall zu registrieren? Komm wieder, wenn du nicht mehr pleite bist. Keine Pfeile mehr? Such dir welche. Gleichzeitig agiert Breath of the Wild sehr großzügig, wenn eine Begegnung mal wieder tödlich für den Spieler ausgegangen ist. Anders als in Dark Souls verliert man sein wertvolles Gepäck nicht und muss auch keine langen Laufwege in Kauf nehmen. Das Spiel speichert in regelmäßigen Abständen automatisch und sorgt damit dafür, dass nach Toden kaum Fortschritt verloren geht.

Das Crafting-System, also das Kochen von verschiedenen Gerichten sowie das Brauen von Elixieren, setzt ebenfalls ein eigenständiges Auseinandersetzen mit den Ressourcen und Rezepten voraus. Die daraus gewonnenen Boni – sei es Heilung, erhöhte Ausdauer, Kälteresistenz oder eine ganze Reihe anderer Effekte – erweisen sich als unverzichtbare Hilfen im Kampf gegen oft übermächtig scheinende Gegner.

Liebe zum Detail
Trotz der lauernden Gefahren bildet Hyrule eine umwerfend schöne Spielwelt, die zwar technisch nicht mit aktuellen Open-World-Kollegen wie Horizon Zero Dawn mithalten kann, aber aufgrund unzähliger kleiner Details und liebevoller Gestaltung dennoch beeindruckend ist. So sprüht Hyrule anders als nach der kargen E3-Demo befürchtet vor Leben: Wanderer auf den Feldwegen, Kinder spielen auf den Straßen idyllischer Siedlungen, Wildtiere vom Reh bis zum Frosch tummeln sich in den nicht besiedelten Teilen des Landes.

Memes incoming
Hinter der hübschen Fassade basieren viele Systeme in Breath of the Wild auf Simulationen – allen voran die Physikengine. Diese erlaubt triviale Gemeinheiten wie einen Felsbrocken auf die Köpfe von Bokoblins rollen zu lassen, aber auch Rätsel, bei denen in einem Schrein eine Platte mittels Gyrosensor gedreht werden muss, um ein Objekt an die richtige Position zu bringen. Oder man dreht einen Joy-Con einfach um und löst die Aufgabe auf eine Weise, die von den Entwicklern möglicherweise gar nicht vorgesehen war. Physik ermöglicht auch neue Spezialfähigkeiten: Runen, die der Sheikah-Tafel (Wii U GamePad, bist das du?) hinzugefügt werden können. Somit kann man runde Bomben einen Berg hinab rollen lassen und nach Belieben detonieren oder auch Metallobjekte aufheben und Feinden auf den Kopf fallen lassen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild entfernt sich von der etablierten Zelda-Formel und adaptiert Trends aus modernen Spielen, bleibt sich dabei aber selbst treu. Die Serie ist in der Gegenwart angekommen. Jetzt sogar mit Sprachausgabe.

Das Spiel erscheint am 3. März für Nintendo Switch und Wii U.

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