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Preview: Skull & Bones

Auf Ubisofts E3-Pressekonferenz kündigte der französische Publisher gänzlich unerwartet das Piratengeplänkel Skull & Bones an. Dieses wird von Ubisoft Singapur entwickelt, die sich bereits für die überschwänglich gelobten Seeschlachten aus Assassin’s Creed 3 verantwortlich zeigten. Nachdem diese auch in Assassin’s Creed: Black Flag sehr gut aufgenommen wurden, entschied sich Ubisoft, dem Studio den Auftrag für deren erstes eigenes Spiel zu geben.

Damit brach das große Piratenzeitalter an
Skull & Bones hat hierbei nichts mit der Assassin’s Creed-Reihe zu tun und sogar das Setting wurde in den indischen Ozean des 17. Jahrhunderts gelegt und dementsprechend weit weg von karibischen Gewässern in Assassin’s Creed: Black Flag. Der Ort wurde natürlich nicht ohne Grund gewählt, denn nachdem Piraten über Jahrzehnte von England und Spanien angeheuert wurden um die jeweils feindlichen Frachtschiffe zu überfallen, machten sich viele plötzlich selbstständig und behielten illegalerweise die Beute. Nachdem den letzten angestellten Piraten die Möglichkeit der Amnestie geboten wurde, die der von euch gesteuerte Captain natürlich unfreundlich ablehnt, wird eine riesige Piratenjagd gestartet, um die Halunken von den Meeren zu tilgen und zeitgleich beginnt damit die große Piratenära, in der der indische Ozean wohl der gefährlichste aller Zeiten wurde.

Reichtum, Macht und Ruhm
Skull & Bones bietet hierbei keinen eigenen Singleplayer-Modus, dafür aber für Einzelspieler die Möglichkeit, Handelsschiffe zu überfallen und sich mit legendären Piratenkapitänen anzulegen. Die so erlangte Beute kann dann, sollte der Spieler auf dem Weg nicht selbst von anderen Spielern überfallen und versenkt werden, im eigenen Piratenversteck für vielfältige Customization-Optionen für Schiff und Kapitän gesteckt werden, die allerdings größtenteils optischer Natur sind, um das Balancing des Titels nicht übermäßig zu stören.

Ihr wollt meinen Schatz ? Den könnt ihr haben!
Das Spiel wird sich außerdem absolut auf seine Seeschlachten konzentrieren, weswegen ihr keine Kontrolle über Schwertkämpfe oder Pistolenduelle übernehmen werdet. Dafür werden den navalen Kämpfe durch verschiedene Schiffsklassen mit jeweils gänzlich differenten Vor- und Nachteilen wie höherer Höchstgeschwindigkeit, schnelleren Wendemanövern, besserer Panzerung, weiter schießenden Kanonen und besonders verstärkten Rümpfen für Rammangriffe zusätzlicher taktischer Tiefgang verliehen. Wichtig ist während der Kämpfe außerdem die Windrichtung, die richtig genutzt durchaus über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Diese wird dem Spieler optisch an den Segeln als auch über eine kleine Minikarte am rechten unteren Bildschirmrand angezeigt.

Der König der Piraten
Außerdem wird jeder Spieler sein eigenes Schiff steuern, weswegen es keine Möglichkeit geben soll mit einem anderen Schiff als Crewmitglied mitzufahren. Dafür können sich Spieler in kleinen Gruppen oder sogar in Gilden zusammenschließen und gemeinsam den indischen Ozean unsicher machen. In eigens dafür vorgesehenen PvP-Arenen werden außerdem diverse Deathmatch-Modi angeboten, in denen es unter anderem in darum geht, mit dem meisten Loot von dannen zu ziehen, bevor die königliche Armada einfällt und die Schlacht mit Waffengewalt beendet.

Einer Legende auf der Spur
Trotz des eigentlich äußerst realistisch ausgelegten Fokus der Entwickler werden sich Spieler dennoch auch vor Seeungeheuern wie gigantischen Kranken fürchten müssen. Die naheliegende Begründung hierfür war, dass es das Ziel von Skull & Bones sei, ein möglichst realistisches Gefühl davon zu vermitteln, wie es sich zu dieser Zeit anfühlte als Piraten über die indischen Ozeane zu plündern und die Angst vor den Kreaturen der Tiefe spielt hierfür eine ebenso wichtige Rolle wie die salzige Gischt, die über die Reling spritz und das Hämmern der Kanonenschläge, die in die gegnerische Schiffsflanke einschlagen.

Ersteindruck
Skull & Bones befindet sich noch in seiner Pre-Alpha, sieht aber dennoch bereits fantastisch aus. Die Aussicht, als Pirat über den dicht von anderen Piraten, Handelsschiffen und Piratenjägern befahrenen indischen Ozean zu reisen, immer auf der Suche nach Beute aber in ständiger Angst selbst versenkt zu werden, verspricht jede Menge Spannung in einem noch relativ unverbrauchten Setting. Wie gut die Formel vor allem als Open-Multiplayer-Titel funktioniert, wird sich wohl erst im Herbst 2018 zeigen, wenn Skull & Bones für PS4, Xbox One und PC erscheint. (bz)