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Preview: Resident Evil 2 Remake

Nach rund dreijähriger Entwicklungszeit hat Capcom auf Sonys E3-Pressekonferenz endlich das Remake zum Survival-Horror-Klassiker Resident Evil 2 präsentiert. Diese Neuinterpretation scheint nicht nur optisch der bislang schönste Teil der Reihe zu werden, sondern verspricht auch einen gelungenen Balanceakt aus dem Spielkonzept des Originals und modernen Elementen.

Fotorealistischer Horror

Die aus Resident Evil 7: Biohazard bekannte RE Engine verspricht einen fast fotorealistisch wirkenden Grafikstil. Die Charaktere erscheinen schärfer denn je und die Zombiehorden werden so beängstigend und realistisch wie nie zuvor zum Leben erweckt. Beeindruckende Effekte lassen auch die bekannten Räume und klaustrophobischen Korridore des Raccoon City Police Departments in neuem Licht erstrahlen. Sie versprechen schon jetzt ein immersives Spielerlebnis. Capcom möchte den Fans eine Neuinterpretation von Resident Evil 2 liefern, die nicht nur die Magie des beliebten Originals einfängt, sondern darüber hinaus auch eine noch tiefere Spielerfahrung bietet.

Neue Perspektive

Anders als im Remake des ersten Teils hat sich Capcom bei Resident Evil 2 von der fixen Kameraperspektive verabschiedet und sich nun für eine Kamera mit Schulteransicht entschieden, wie sie erstmals in Resident Evil 4 zum Einsatz kam. Diese Perspektive soll für ein dynamischeres Spielgefühl sorgen und den Spieler noch stärker ins Geschehen ziehen. Gleichzeitig soll durch die eingeschränkte Sicht das beklemmende Spielgefühl des Originals erhalten bleiben. Alleine die Szenen, in denen einzig der Lichtschein von Leons Taschenlampe stockfinstere Passagen des Police Departments erhält, wirken schon jetzt äußerst spannungsgeladen.

Immersive Kämpfe

Die aus dem Original bekannten Zombies sind vielleicht nicht besonders schnell, aber sehr hartnäckig. Auch wenn das Zielsystem dank der neuen Perspektive weitaus dynamischer ist, wird es mit den Standardwaffen nicht leicht sein, die äußerst blutigen Auseinandersetzungen unbeschadet zu überstehen. Besonders dann, wenn mehrere Zombies gleichzeitig ihre Gier nach Fleisch befriedigen wollen. Laut Capcom agieren die Untoten nun in Echtzeit und nehmen sichtbaren Schaden. Jeder Pistolentreffer hinterlässt Löcher, Gliedmaßen werden abgetrennt und Köpfe zerplatzen. Die Entwickler geizen also nicht mit den Gore-Effekten.

Die Rätsel kehren zurück!

Einer der größten Kritikpunkte der Neuausrichtung mit Resident Evil 4 waren die kaum mehr vorhandenen Rätsel. Für Fans des Originals sind die zahlreichen, wenn auch selten schweren, Denkaufgaben, das Salz in der Resident Evil-Suppe. Auch hier möchte Capcom der Vorlage treu bleiben und so werden wir uns wieder mit Münzen, Medaillons, Wappen, Schieberätseln und Schlüsselkarten herumschlagen müssen. Auch wenn die E3-Demo bereits einige bekannte Rätselelemente präsentiert hat, möchte Capcom die Rätsel nicht exakt eins zu eins ins Spiel einbauen. Schließlich will man die Fans des Originals überraschen.

Auch andere wichtige Spielelemente aus der Vorlage wie Saverooms, Itemkisten oder Schreibmaschinen, waren bereits in der Neuinterpretation zu entdecken. Was die Story angeht, orientiert sich Capcom eng am Original, dennoch möchten die Entwickler den Fans einige Neuerungen und Überraschungen liefern. So sollen Resident Evil 2-Veteranen durch überarbeitete Layouts altbekannter Schauplätze, aber auch völlig neuer Areale überrascht werden.

Bonusmissionen

Wie Produzent Yoshiaki Hirabayashi im Zuge der E3 bestätigte, wird das Remake von Resident Evil 2 auch die beiden aus dem Original bekannten Bonusmissionen „The 4th Survivor“ und „The Tofu Survivor“ beinhalten.

  • In „The 4th Survivor“ übernehmt ihr die Rolle von Hunk, dem einzigen Überlebenden einer Spezialeinheit, welche den Auftrag hatte, eine Probe des G-Virus aus Racoon City zu schmuggeln. Als Hunk müsst ihr euch mit einem sehr limitierten Inventar aus einem mit Zombies infizierten Abschnitt freikämpfen.
  • In „The Tofu Survivor“ erlebt ihr Hunks Mission im Grunde nochmal. Allerdings schlüpft ihr dieses Mal in die Rolle eines Tofu. Anders als Hunk ist Tofu lediglich mit einem Messer und einer Handvoll Heilkräutern ausgestattet. Zwar kann Tofu um einiges mehr einstecken als die menschlichen Charaktere, gleichzeitig stellt dieser Bonusinhalt die schwierigste Herausforderung in Resident Evil 2 dar.
Original und Remake im direkten Vergleich

Ersteindruck

Die Zombies sind zurück! Das Remake zeigt, dass der Horror des zweiten Teils auch heute noch funktionieren kann. Die technisch beeindruckende Grafik der RE Engine glänzt durch erschreckend realistisch wirkende Untote, wundervoll designte Areale und herrlich eklige Gore-Effekte. Die beiden E3-Trailer und die rund 30-minütige E3-Demo versprechen schon jetzt eine gelungene Balance aus lieb gewonnenen Oldschool-Elementen und dem modernem Game-Design. Resident Evil 2 erscheint am 25. Jänner 2019 für PS4, Xbox One und PC.

Erste Gameplay-Videos zu Resident Evil 2 findet ihr hier.

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