HighlightNewsVideogame-PreviewVideogames

Preview: Homefront: The Revolution

Homefront war im Jahr 2011 der leider glücklose Hoffnungsträger von THQ… Der Publisher ist leider genauso Geschichte wie die Kaos Studios aus New York, die damals für die Entwicklung des ambitionierten Shooters verantwortlich waren. Nun steht mit Homefront: The Revolution, der Nachfolger in den Startlöchern. Nach dem Untergang hätte das Spiel ursprünglich von Crytek entwickelt werden sollen, die auch die Markenrechte an Homefront erworben hatten. Doch auch Crytek war in der Folge wirtschaftlich angeschlagen und löste das verantwortliche Studio in Nottingham (ehemals Free Radical) auf. Deep Silver/Koch Media sprang ein und sicherte sich nicht nur die Rechte, sondern gründete für das Spiel auch Dambuster Studios in Nottingham. Soweit so gut…

Vier Jahre nach Beginn eines brutalen Besatzungskriegs befindet sich Amerika im Jahr 2029 am Abgrund. Philadelphia, einst die Geburtsstätte amerikanischer Unabhängigkeit, ist nur noch ein Ghetto. Überwachungsdrohnen und gepanzerte Patrouillen halten die Bevölkerung unter Kontrolle und unterdrücken jeglichen Widerstand mit blutiger Gewalt. So lautet die düstere Vorgeschichte von Homefront The Revolution, bei dem ihr euch zusammen mit anderen Bürgern im Widerstand gegen die technisch und numerisch hoch überlegenen Besatzer befindet. Das Spiel verspricht ein dynamisches Singleplayer- und Koop-Erlebnis mit RPG-Elementen, bei dem ihr eure Guerilla-Taktiken gut überlegen und das repressive System durch penibel geplante Missionen schwächen sollt.

Philadelphia ist in drei Zonen aufgeteilt. Die roten Zonen sind vom Bürgerkrieg zerrüttete Häuserschluchten und Kampfschauplätze, in denen ihr euch besser nicht zu lange aufhalten solltet. Gelbe Zonen sind etwas dichter besiedelte Gebiete, in denen Polizei, Militärpräsenz und Propagandamaterial deutlich zu sehen sind. Grüne Zonen, sofern vorhanden, stellen sichere Gebiete auf der vom Krieg verwüsteten Landschaft dar. Keine nette Gegend für einen Spaziergang, umso mehr aber für eine Revolution.

Habt ihr die Erstellung eures Charakters abgeschlossen, kann es auch schon losgehen. Als Freiheitskämpfer des Widerstands sucht ihr geheime Schutzräume und andere taktische Standorte auf, von denen aus Angriffe vorbereitet werden. Stören der KVA-Propaganda, Ausschalten der Sicherheitsmaßnahmen und Infiltration gehrören ebenso zu euren Aufgaben, wie das Vernichten wichtiger Ziele. Ihr rettet Zivilisten das Leben oder schaltest hochrangige Offiziere der KVA aus. Jede Aktion bringt euch eurem Endziel, dem Umsturz, einen Schritt näher.

Geschlossene Beta, die ihren Namen verdient
SHOCK2 hatte die Gelegenheit, Homefront The Revolution in einer geschlossenen Beta zu spielen und den Aufstand zu proben. Die prominent platzierten Hinweise, dass es sich beim Gameplay um ein Beta-Stadium des Spiels handelt, können gar nicht oft genug in Erinnerung gerufen werden, denn hier scheint man noch eine Ewigkeit von einem vollendeten Spiel entfernt zu sein. Framerate-Einbrüche, Glitches und eine der dümmsten KIs, die überhaupt zu finden ist, machen leider keinen guten ersten Eindruck und lassen befürchten, dass auch bis zum Release kein revolutionäres Game fertig werden könnte. In zwei Missionen können Spieler kooperativ in einer mehr oder weniger offenen Umgebung ihre Ziele verfolgen. Der offene Ansatz macht definitiv Lust auf mehr, wird aber von den relativ eintönigen Texturen, der KI und den suizidalen Mitspielern stark geschmälert. Die Entwickler haben bereits auf die zusehende Kritik der Community reagiert und geloben Besserung.

Bis zum Launch des Spieles gilt es abzuwarten, ob das neue Homefront über das 08/15-Ego Shooter-Image hinauswächst und das spannende Setting und den Open World-Ansatz nutzt, um Spieler begeistern zu können, oder ob sich statt der versprochenen Revolution nur ein Zwergenaufstand äußert.

Homefront The Revolution erscheint am 20. Mai 2016 für Xbox One, PS4 und PC.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"