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Preview: ARMS im Hands-On

Mitte Juni erscheint ARMS für die Nintendo Switch und wir konnten das fast fertige Spiel mit im wahrsten Sinne des Wortes fliegenden Fäusten bereits in der Nintendo-Zentrale in Frankfurt ausführlich antesten. Außerdem hat Nintendo im Rahmen einer Direct-Präsentation viele neue Details zum Spiel angekündigt.

Erstmals war es uns möglich, sämtliche auf dem Preview-Event angebotenen Spielmodi sowohl mit der bereits gezeigten Bewegungssteuerung, als auch mit dem Pro Controller und auch im Handheld-Modus zu spielen. Dabei zeigt sich, dass ARMS auch für jene Spieler sehr gut geeignet ist, die einen großen Bogen um jede Art von Bewegungssteuerung machen. Wobei sich unser positiver Ersteindruck von Anfang des Jahres schnell bestätigt hat: die Steuerung mit eure eigenen Bewegungen ist durchdacht, intuitiv, funktioniert überraschend genau und macht vor allem eine Menge Spaß. Wieder waren wir auch vom Tiefgang des Gameplay und dessen taktischen Möglichkeiten verblüfft. Die zehn zum Start verfügbaren Charaktere haben verschiedene Stärken und Schwächen und spielen sich dadurch oftmals sehr unterschiedlich.

Tausende Kombinationsmöglichkeiten
Mehr noch: Da ihr jeden Arm einzeln mit einer Waffe bestücken könnt, ergibt sich eine Vielzahl an möglichen Spielstilen. Montiert ihr etwa den sogenannten Toaster auf einen Arm, könnt ihr euren Kontrahenten für kurze Zeit in Brand stecken, eine andere Waffe muss zuerst aufgeladen werden, paralysiert den Gegner dann aber mit Elektroschocks. Bei der Megatonne ist der Name Programm, die träge Waffe lässt bei einem Einschlag kein Auge trocken. Auch ist ein Aufladen und damit nochmalige Verstärkung der Waffe möglich. Doch es stehen euch nicht alle Handschuhe beim Start des Spiels zu Verfügung, ihr müsst sie erst nach und nach mit der erspielten Ingamewährung im „ARMS Depot“ kaufen und könnt diese gleich in einer Art „Schießbude“ ausprobieren. Genauso können hier auch bereits erworbene Waffen verbessert werden. Grundsätzlich gibt es drei Gewichtsklassen, je schwerer eine Waffe ist desto träger ist sie auch. Außerdem verfügt jeder ARM über eines von sieben verschiedenen Attributen. Feuer, Elektrizität, Wind, Eis, Benommenheit, Explosion und Blindheit stehen für jeweils spezielle Stärken. Es ist auf jeden Fall schlau, euren Charakter mit zwei unterschiedlichen ARMS auszurüsten und diese strategisch richtig zu kombinieren.

Zwanzig Fäuste für ein Halleluja’
Diese zehn Charaktere sind zum Start dabei:

  • Spring Man: Die lustig federnde Haartolle dieses Helden sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein leidenschaftlicher Kämpfer ist.
  • Ninjara: Dank seiner Wendigkeit und seiner Ninja-Kampfkünste kann er urplötzlich verschwinden und ganz woanders wieder auftauchen, sogar mitten in der Luft.
  • Master Mummy: Als einziger Charakter, der in der Deckung seine Lebensenergie wiedergewinnen kann, ist Master Mummy ein Kämpfer, vor dem man sich in Acht nehmen sollte.
  • Min Min: Mit ihren Ramen-Nudel-Armen teilt Min Min Spin-Kicks und Stöße aus, die wohl nicht jedem schmecken.
  • Kid Cobra: Dieser hippe Fighter ist ein Fan von Selfies und Livestreams und vermöbelt seine Gegner mit einem aufgeladenen Schmetterschlag.
  • Ribbon Girl: Mit ihren unglaublichen Sprungeigenschaften trotzt sie den Gesetzen der Schwerkraft und ist dadurch fast unschlagbar.
  • Helix: Eigentlich ist er ein fehlgeschlagenes Experiment. Aber sein elastisch federnder Körper macht alle seine Bewegungen und Attacken völlig unvorhersehbar.
  • Mechanica: Dieses Tüftler-Genie verfügt über einen selbstgebastelten Power-Anzug, mit dem sie über dem Kampfgetümmel schweben kann.
  • Byte & Barq: zwei Kämpfer in einem, ein Roboter und ein Roboter-Hund. Gemeinsam starten sie vernichtende Combo-Attacken.
  • Twintelle: Als Schauspielstar verlässt sich Twintelle ganz auf ihre umwerfende Aura. Sie raubt ihren Gegnern schlicht den Atem, während sie über den roten Teppich zum Sieg eilt.

Abwechslung
ARMS
 sorgt mit zahlreichen Spielmodi für Abwechslung. Während noch nicht bekannt ist, wie ein bereits angedeuteter Story-Modus genau aussehen wird, konnten wir bereits eine Vielzahl an Multiplayer-Variationen ausprobieren, von denen die meisten auch alleine gegen KI-Gegner gespielt werden können. Im „Kampf“ spielen zwei Spieler 1-gegen-1 um den Sieg. Während des Kampfes fallen Bomben oder andere nützliche Gegenstände in die Arena, die neue strategische Optionen eröffnen. Im „Team Kampf“ spielt ihr zusammen mit einem Partner gegen ein anderes Zweierteam. Vor allem unabsichtliche Treffer des eigenen Teamkollegen können schon einmal für Irritationen sorgen.

Bei „V-Ball“ geht es um eine Volleyball-Variation, in der ihr einen hochexplosiven Ball ins Feld des Gegners schmettern müsst. Mitunter zur Schmach wird „Basketball“: In diesem launigen Minigame treffen sich zwei Kontrahenten auf dem Court. Statt einen Ball muss jedoch der Gegner in den Korb, um Punkte zu machen. Wer seine neuesten ARMS einmal so richtig ausprobieren möchte oder einfach gerne auf Highscore spielt, findet mit „Ins Schwarze“ eine entsprechende Schießbude mit Zielscheiben. Doch Vorsicht: Auf der anderen Seite steht euer Gegner. „Hundertkampf“ ist der Horde-Mode von Arms. Es gilt 100 Gegner auszuknocken. Die beiden „ARMS-Test & Grundlagen“-Modi dienen dazu, euch mit dem Spiel vertraut zu machen und Fähigkeiten zu erlernen und zu verbessern. Doch es gibt noch mehr: Im „Grand Prix“-Modus müsst ihr zehn Kämpfe nacheinander sowie einen einen Endgegner besiegen, um ARMS Champion zu werden. Lokal können sich ein oder zwei Spieler in den Titelkampf stürzen.

Verbindet ihr eure Nintendo Switch-Konsolen mit dem Internet, können bis zu vier ARMS-Spieler, die sich in derselben Lobby befinden, gleichzeitig gegeneinander kämpfen. Jede Lobby fasst bis zu zehn Konsolen mit je bis zu zwei Spielern. Somit können sich pro Lobby bis zu 20 Spieler gemeinsam ins wilde Box-Spektakel stürzen. Richtig ernst wird es online im Ranglistenkampf. Zwei Spieler zu kämpfen hier 1-gegen-1. Der Gewinner steigt in der Rangliste auf, der Verlierer dagegen ab. Wie schon bei Splatoon verspricht Nintendo nach dem Marktstart im Laufe der Zeit kostenlose Updates. Geplant sind bereits neue Charaktere, Arenen und ARMS.

Tipp: Mehr Eindrücke zu ARMS hört ihr in der nächsten Episode des Gameminds Podcast ab dem 20. Mai.

Ausprobieren!
Ähnlich wie schon bei Splatoon 2 wird es schon bald auch bei ARMS die Möglichkeit geben, das Spiel vor der Veröffentlichung kostenlos auszuprobieren. Am 27. und 28. Mai sowie am 3. und 4. Juni veranstaltet Nintendo den sogenannten Global Testpunch. Jeder Nintendo Switch-Besitzer kann sich wieder den Test-Client herunterladen und das Spiel antesten.

ARMS macht nicht nur mit der Bewegungssteuerung Spaß, sondern spielt sich auch exzellent mit dem Pro Controller.

Angespielt-Fazit
ARMS ist ein richtig typisches Nintendo-Spiel! Genauso wie Mario Kart kein typisches Rennspiel war, sondern ein komplett neues Genre begründete, ist auch ARMS kein Boxspiel, sondern eine gelungene Mischung auf Beat ’em Up und Arena-Shooter. Neben der guten Spielbarkeit begeistert mich bei ARMS vor allem die Vielfalt an Möglichkeiten. Egal ob mit Bewegungssteuerung oder dem Pro Controller: Das Game macht immer eine gute Figur. Wobei mir die Bewegungssteuerung noch einen Tick besser gefallen hat und einfach durch ihre Vielfalt enormen Spaß macht. Bei einigen Presse-Kollegen war es genau andersherum, sie schworen auf die sehr präzise Steuerung mit dem Pro Controller. Nintendo schafft es hier anders als oftmals in der Vergangenheit, nicht den Fehler zu begehen, die Spieler auf eine bevorzugte Steuerung festzunageln. Ihr habt die Wahl und dadurch keine Nachteile. Man merkt ARMS zu jeder Sekunde an, dass es zu 100 Prozent für die Switch entwickelt und optimiert wurde – nicht einmal im Handheldmodus wirkt es abgespeckt. Alleine, zu zweit oder zu viert, mit einer Switch, mehreren Geräten oder online: ARMS könnte in der Schulpause genauso zum Hit werden wie bei einem eSport-Turnier.

ARMS erscheint am 16. Juni für Nintendo Switch.

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