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Preview: Anno 1800 – Die Passage

Anno ist deutsches Kulturgut. Jeder kennt es, jeder hat es irgendwann mal gespielt. Ein Schlüssel zum Erfolg der Aufbau- und Wirtschaftssimulation: Anno hat für verschiedene Spieler was zu bieten. Für einige müssen die Städte so hübsch wie möglich aussehen, andere wiederum möchten knallhart sämtliche Produktionsprozesse bis zum Anschlag optimieren; möglichst kompliziert, möglichst herausfordernd. Für genau diese Gruppe ist der letzte DLC des Anno 1800 Season Pass gedacht. Ubisoft Mainz hat mich eingeladen, um den Endgame-DLC “Die Passage” anzutesten und weitere Neuigkeiten zur Zukunft von Anno 1800 zu erfahren.

Ab in die Arktis

Von der Alten Welt, der Neuen Welt und den versunkenen Schätzen in die Arktis. Sir Johns Frau bittet euch um Hilfe. Ihr sollt zu einer Expedition aufbrechen und den verschollenen Abenteurer finden. Glückt diese Expedition (was bei mir natürlich absolut zu 100% beim ersten Versuch so was von der Fall war…), entdeckt ihr die neue Karte in Die Passage: die Arktis. Diese stellt euch vor einigen neuen Herausforderungen.

Primäres Problem: Kälte. Ist es zu kalt, können die Entdecker nicht arbeiten und die Stadt kann nicht wachsen. Also müssen Köhlereien zusammen mit Heizöfen für die nötige Wärme sorgen. Natürlich erstreckt sich die hergestellte Wärme dann nicht wie aus Zauberhand über die gesamte Landfläche. Typisch für Anno 1800 müssen die Heizöfen strategisch in der Stadt am Straßennetz platziert werden, um möglichst viele Gebäude zu wärmen.

Diese ständige Nachfrage nach Wärme fühlt sich wie eine Fußfessel an, über dir ihr euch bei jeder eurer Bewegung Gedanken machen müsst. Damit fügt Die Passage neben dem Streben nach einer perfekten Wirtschaft einen weiteren grundlegenden Aspekt hinzu: den Kampf gegen die Umwelt. Hier geht es nicht um hübsche Städte oder entspanntes Planen, sondern um den Kampf ums Überleben.

Auf der neuen Karte erwarten euch über 30 neue Gebäude, sieben neue Produktionsketten, über 60 Quest und über 80 Items. Natürlich alles passend zum Thema, wie zum Beispiel Rentierfleisch, Walöl, Robbenfelle und mehr. In einer Quest müsst ihr zum Beispiel die heimischen Inuit auf der Karte finden und eines ihrer Schiffe durch einen vereisten Kanal führen.

Das größte Ziel des DLCs ist es, den Luftverkehr mit Luftschiffen zu etablieren. Der passende Hangar verschlingt Unmengen an Ressourcen, die teilweise von anderen Karten transportiert werden müssen. Zusätzlich benötigen Luftschiffe Gas, an das man nur schwer herankommt.

Wer aber die Strapazen auf sich nimmt und die Herausforderung meistert, bekommt als Belohnung das ultimative Handelstransportmittel. Luftschiffe können einfach über Landmasse hinwegfliegen und werden nicht von Piraten angegriffen. Dafür sind sie aber stärker vom Wind abhängig.

Für weitere Gameplayeindrücke könnt ihr euch den Livestream der Entwickler ansehen:

Game Update 6, Weihnachten und die Zukunft

Neben dem kostenpflichtigen DLC erscheint am 10. Dezember auch das Game Update 6. Dieses führt neben detaillierteren Statistiken für die Optimierungsliebhaber auch die Rückkehr des Multiplayer-Modus aus Anno 1404. Bis zu vier Parteien mit je vier Spielern können hier mit- oder gegeneinander spielen. Da eignet sich eine Einteilung auf die vier verfügbaren Karten besonders gut. Jeder Spieler übernimmt eine Region, Ressourcen und Waren werden mit Handelsrouten transportiert. Kostenpflichtig hingegen ist der Weihnachts-DLC für 3,99€, der die Stadt mit 23 neuen Ornamenten in einen riesigen Weihnachtsmarkt verwandelt, die rein kosmetischer Natur sind.

Viel wollten die Entwickler nicht über die weitere Zukunft von Anno 1800 verraten. Aber die Verkaufszahlen und die Beliebtheit des Spiels, auch fernab des klassischen deutschsprachigen Raums, sprechen eine deutliche Sprache. Während der Studio-Tour wurde mir deutlich, dass die Entwickler Anno 1800 als eine Plattform verstehen. Es wurde ein komplettes Feedback-System für Hardcore-Anno-Fans und weniger Hardcore-Fans etabliert, um zu erfahren, wie Anno im Jahre 2019 (und darüber hinaus) eigentlich auszusehen hat.

Das ist wichtig. Viele von uns sind mit Anno aufgewachsen und könnten eine ziemlich starre Vorstellungen davon haben, was es zu sein hat. Anno kann aber nicht starr sein. Das kann und sollte heutzutage kein Spiel mehr. Stattdessen muss es sich den modernen Wünschen und Erwartungen der Spieler anpassen, was man in Die Passage anhand der Survival-Elemente und neu hinzugefügten Crafting-Prozessen gut erkennen kann.

Der ausführliche Test zu Die Passage erscheint in einigen Tagen hier auf Shock2.

Genre: Strategie
Entwickler: Ubisoft Mainz
System: PC
Erscheint: 10. Dezember 2019
Preis:  15 Euro (Auch im Season Pass enthalten)

 

 

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