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Oculus Go ab sofort erhältlich

Wie auf der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 bekannt wurde, wird Oculus Go ab sofort in den Verkauf starten. Mit einem eingebauten WQHD-Display (2560×1440 Bildpunkte) überragt es sogar die Auflösung der Oculus Rift, das nur mit 2160×1200 Pixel aufwartet. Die Bildwiederholfrequenz von „nur“ 72 Hz ist für ausreichend gewählt, auch wenn der große Bruder 90 Hz bietet. Der einzige Punkt, mit dem Oculus Go nicht aufwarten kann, ist das „Positional Tracking“. Dadurch erkennt das Headset nicht, wo es sich gerade befindet und ist in den Anwendungen doch eingeschränkt.

Vom Prozessor her vertrauen die Entwickler dem Snapdragon 821 SoC von Qualcomm. Mit zusätzlichen Funktionen kann sogar das Fixed Foveated Rendering mit 538 ppi eingesetzt werden. Damit ihr nicht „nur“ mit dem Headset schauen könnt, wird das Oculus Go mit einem Joystick ausgeliefert, mit dem ihr verschiedene Funktionen aufrufen könnt, ohne das Headset zu bewegen. Besonders der Kalibrieknopf ist wichtig, damit ihr Oculus Go ohne Komplikationen wieder neu justieren könnt.

Die ersten Tester waren vor allem von der unkomplizierten Bedienung und dem geringen Gewicht des Headsets angetan. Allerdings hält der Akku nur 2-3 Stunden und muss danach wieder dieselbe Zeit an die Ladestation. Der Lichteinfall (bei Tageslicht) trägt ebenfalls nicht zur perfekten Immersion bei, in der Dunkelheit fällt dies natürlich nicht auf. Generell ist die Oculus Go also noch nicht der große Wurf, dafür aber eine vergleichsweise günstige Alternative etwa zur Rift oder Vive.

Mit 219 Euro seid ihr bereits dabei, wenn euch 32GB Speicher genügen. Die 64GB Variante kommt um 269 Euro in den Handel. Dies ist gegenüber der Vive Focus, die noch dieses Jahr erscheinen soll, ein deutlicher Preisvorteil, da diese knapp 500 Euro kosten wird. Für Einsteiger ist Oculus Go also durchaus einen Blick wert, dennoch sind die Einsatzmöglichkeiten relativ beschränkt, da es eben keine Positionserkennung gibt, die andere Headsets durchaus anbieten.

Mit mehr als tausend Apps ist der Oculus Store bereits breit gefächert, auch wenn ein Großteil davon eher nur zum einmaligen Probieren gedacht sind. Achterbahnfahrten machen auch mit der Go viel Spaß, zum Videoschauen ist das Headset ebenfalls mehr als nur geeignet, für „klassische“ VR-Spiele (wie etwa bei der PlayStation VR) eher nicht. Oculus Go ist momentan nur über den Oculus-Store zu erwerben, der Versand sollte aber bereits zeitnahe erfolgen.

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