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Nintendo Switch – Unser Ersteindruck zur fertigen Hardware

Kürzlich ist die neue Nintendo Switch samt Just Dance 2017 und The Legend of Zelda: Breath of the Wild in die Redaktion geflattert. Während euch unser Ersteindruck zur fertigen Version des neuen Zelda-Abenteuers morgen erwartet, können wir bereits jetzt unsere Meinung zur Retail-Hardware äußern.

Sowohl Zelda als auch die Konsole selbst werden auch im nächsten SHOCK2 Podcast ausführlich besprochen. Er erscheint wie gewohnt am Samstag (für alle Patrons ab 8 Dollar bereits am Freitag) und behandelt ebenfalls den neuen X-Men-Film Logan.

Lukas’ Ersteindruck
Die Nintendo Switch wirkt wie eine Mischung aus sorgfältig designter Hardware und einem Betriebssystem, das irgendwie noch nicht fertig ist. Die Joy-Con-Controller sind zwar klein, liegen aber sowohl in der Grip-Halterung als auch an das Tablet gesteckt perfekt in der Hand. Würde auf der Rückseite nicht das Nintendo-Logo prangen, hielte ich es nicht für möglich, dass das japanische Unternehmen ein dermaßen wertiges Stück Hardware produzieren kann, bei dem scheinbar an keiner Stelle gespart wurde. Noch dazu passiert alles mit einer ungewohnten Geschwindigkeit, zumindest wenn man sich in den letzten Jahren mit der Wii U und dem 3DS herumplagen musste. Die Menüs sind schnell zu navigieren, dank Game-Cards werden die Ladezeiten massiv in Grenzen gehalten und Screenshots werden sogar schneller aufgenommen als auf PS4 und Xbox One. Ein Druck auf die Capture-Taste und schon wird der Schnappschuss (egal ob aus einem Spiel oder Menü) gesichert und kann hinterher sogar mit Text versehen werden. Einziges Manko: Die Bilder werden lediglich in 720p abgespeichert.

Doch wieso ist das Betriebssystem wie anfangs behauptet unfertig? Nun, die Nintendo Switch kann zum Launch nicht viel. Zwar ist der eShop am 3. März online, die Virtual Console wird aber fehlen. Auch Multimedia-Apps wie YouTube, Netflix oder Amazon Prime Instant Video sucht man vergebens. Im Jahr 2017 muss das Angebot besser sein, immerhin handelt es sich um ein tragbares Gerät. Doch obwohl die Software der Nintendo Switch zumindest anfangs noch eher wie ein Fundament anmutet, auf das in Zukunft aufgebaut werden soll, zeigen sich bereits gute Ansätze. Zum Beispiel wird es wohl möglich sein, Updates für Spiele statt über das Internet über Freunde zu beziehen, die den entsprechenden Patch bereits heruntergeladen haben. Nach dem derzeit noch nicht verfügbaren Day One Update zeigen sich hoffentlich weitere Ansätze wie dieser.

Michaels Ersteindruck
Die Nintendo Switch kann auch nach Stunden meinen sehr guten Ersteindruck bestätigen. Die Hardware ist sehr wertig gebaut und nicht zuletzt wegen dem smarten Sounddesign macht es Spaß, nur die beiden Coy-Con-Controller mit der Switch zu verbinden. Geradezu überwältigt bin ich von der Geschwindigkeit des Betriebssystems. Ist man den zähen Aufbau auf der Wii U oder dem 3DS gewohnt, kann man es im ersten Moment nicht glauben, dass ein Neustart des Systems, etwa nach dem Wechsel einer Micro SD-Karte, nur einige Sekunden in Anspruch nimmt. Da die Nintendo-Server inklusive eShop noch nicht laufen, konnten wir abgesehen von den beiden mitgelieferten Games und einigen Versuchen, das kommende SHOCK2 eMagazin als Screenshots auf das System zu laden, noch nicht viel mit dem System anfangen. Das wird sich hoffentlich mit dem Day One Patch und der Aktivierung der Server ändern.

Jeder, der das System einige Zeit lang in der Hand gehalten hat, ist sich auch sicher, dass es hier bald auch Apps wie einen Browser oder Netflix geben wird. Das Betriebssystem macht zwar einen sehr schnellen Eindruck, aber man merkt auch, dass vieles hoffentlich in den nächsten Wochen noch nachgereicht wird, was man von der Hardware erwarten kann. Man kann gar nicht oft genug loben, dass Nintendo bei der Switch auf viele etablierte Standards setzt. Egal ob direkt über den Computer, im Dock, über das TV-Gerät, unterwegs über eine Powerbank oder über das Netzteil eures aktuellen Smartphones: irgendwo findet sich immer ein USB-C-Anschluss, um das System zu laden. Jetzt bin ich vor allem gespannt, ob die Switch in einigen Monaten für mich eine richtige Konsole wird, oder ein genialer neuer Nintendo-Handheld.