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Jade Raymond über EAs Lootbox-Fiasko & die Zukunft von Triple-A-Spielen

Jade Raymond, früher Produzentin bei Ubisoft und jetzt General Manager bei EA Motive, sprach auf der GamesBeat Summit 2018 in Kalifornien über das Lootbox-Fiasko von Star Wars Battlefront II und über ihre eigene Vision für die Zukunft von Triple-A-Spielen.

„Gut, ich meine, das Team hat wirklich hart an diesem Spiel gearbeitet und ich muss sagen, dass es offensichtlich einige große Lernerfolge gab, und das Team von DICE arbeitet auch weiterhin sehr hart an dem Spiel. EA ist eine lernende Firma und wir konzentrieren uns wirklich darauf, wie wir uns verbessern können und diese Art von Fehler nicht noch einmal zu machen“, so Raymond.

EA Motive arbeitete an der Story-Kampagne von Star Wars Battlefront II und entwickelt derzeit eine brandneue Open-World-Action-IP, die auf der E3 2018 vorgestellt werden könnte. Was die nächsten Jahre betrifft, sieht Raymond Cloud-Gaming und Streaming als zwei entscheidende Faktoren für die Zukunft der Triple-A-Spiele an. Laut Raymond wird das die Industrie in den nächsten Jahren drastisch verändern:

„Es gibt eine Menge Dinge, von denen ich denke, dass sie weiterhin die Industrie verändern werden. Ich denke in einer drastischen Art, in den nächsten paar Jahren. Und eines dieser Dinge ist Cloud-Gaming und Streaming. Aus der kreativen Perspektive heraus gibt es so viele neue Möglichkeiten in Hinsicht auf die Art, wie wir Leute erreichen, was es für die Arten an Erfahrungen bedeutet, die wir erschaffen können.“

„Wenn du an das erste Assassin’s Creed zurückdenkst, waren wir damals in der Generation von PlayStation 3 und Xbox 360 und die Entwickler haben sich damals überlegt, was sie mit all der Rechenleistung anders machen könnten als zuvor. Das ist es, was uns befähigt hat zu sagen: Okay, wir werden diese riesige offene Welt machen und du kannst überall raufklettern und alles, was du sehen kannst, kann man erreichen“, erklärt Raymond.

Laut Raymond könnte man die Cloud nutzen, um die reale Welt zu simulieren und alles mit realer Physik zu rendern. Anstatt hunderter KI-Charaktere könnte man Tausende Charaktere simulieren. Gleiches gilt für die Spieleranzahl in Online-Multiplayer-Spielen. Natürlich sind derzeit noch die Kosten und die benötigte Serveranzahl ein großer Risikofaktor.

„Ich denke, die ersten Leute, die wirklich bereit sind hier ein Risiko einzugehen und den ersten Schritt machen, werden einen großen Erfolg haben und ich denke, wir werden Dinge sehen, die wir nie für möglich gehalten hätten“, so Raymond.

Schon seit der Ankündigung der Xbox One ist Cloud-Gaming in der Branche ein Thema. Das bereits mehrmals verschobene Crackdown 3 sollte eines der ersten Spiele sein, das auf der Cloudgine-Technologie basiert, welche jetzt in die Unreal Engine 4 integriert wird, nachdem Epic die schottische Softwarefirma übernommen hat.

Auch die Art wo, wann und wie wir Spiele Konsumieren soll sich in Zukunft ändern. Laut Raymond wird Game-Streaming die Videospielbranche genauso drastisch verändern wie Streaming-Dienste die Filmindustrie respektive den Filmverleih: „Wir machen in den letzten Jahren schon erste Schritte in diese Richtung und die Zukunft ist nicht mehr weit entfernt.“

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