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Game-News: Target nimmt GTA V wegen der Gewalt an Frauen aus dem Sortiment (Update 3: Karl Slatoff reagiert auf Verkaufsstopp)

Update 3: Karl Slatoff reagiert auf Verkaufsstopp

Auch Karl Slatoff, der Präsident von Take-Two Interactive, hat sich nun bezüglich des Verkaufsstopps wegen GTA V zu Wort gemeldet. So sagte er unter anderem, dass „Unser Geschäft von dem Ganzen nicht beeinflusst wird. Für uns macht das überhaupt keinen Unterschied. Für uns ist Australien relativ klein. Und die beiden Händler sind in Australien ebenfalls relativ klein. Für die Menschen gibt es in Australien andere Orte, an denen sie Grand Theft Auto kaufen können.“ Natürlich gab er noch seine Meinung preis, was die Kunden betrifft, die in ihrer eigenen Meinung beschnitten werden. „Etwas nicht kaufen zu wollen, ist die eine Sache. Das ist absolut nachvollziehbar. Das ist die richtige Vorgehensweise. Wenn man etwas nicht mag oder sich davon beleidigt fühlt, dann kauft man es einfach nicht. Aber Menschen und Gruppen, die versuchen, eine Entscheidung für Millionen andere zu treffen…“ Da sich GTA V toll verkauft, merkte er auch noch an: „Es gab 34 Millionen Menschen, die Grand Theft Auto gekauft haben. Wenn diese Leute jedoch ihren Willen durchgesetzt hätten, dann wäre niemand von diesen Menschen in der Lage gewesen, Grand Theft Auto zu erwerben. Und das ist einfach ein Schlag in das Gesicht von allem, was unsere freie Gesellschaft ausmacht.“ Die Diskussionen rund um GTA V in Australien werden also das Geschäft mit Sicherheit kaum beeinflussen, stattdessen könnte man diese durchaus als Werbung für Grand Theft Auto verstehen.

Update 2: Statement von Take-Two CEO Strauss Zelnick

Take-Two CEO Strauss Zelnick hat nun ein Statement abgegeben. So sagte er „Wir sind enttäuscht, dass eine australische Kette sich dazu entschlossen hat, Grand Theft Auto 5 nicht mehr zu verkaufen. Einen Titel, der außergewöhnlich gut aufgenommen wurde und der von Millionen Spielern auf der ganzen Welt genossen wurde. Grand Theft Auto 5 erforscht Erwachsene Themen, ähnlich wie in vielen anderen populären und bahnbrechenden Medien. Interaktive Unterhaltung ist heute die überzeugendste Kunstform und hat die gleiche kreative Freiheit wie Bücher, Fernsehen und Filme. Ich stehe hinter unseren Produkten, die Menschen, die sie schaffen und den Verbrauchern, welche die Spiele genießen.“

Update: Auch Kmart verbannt GTA V

Kmart folgt Target. Zumindest bei GTA V, denn auch diese Handelskette hat das Spiel in Australien aus den Regalen verbannt. „Nach einer Überprüfung aller Inhalte in Grand Theft Auto hat Kmart die Entscheidung, dieses Produkt zu entfernen, übernommen. Kmart entschuldigt sich dafür, nicht näher auf den Inhalt dieses Spiels eingegangen zu sein“ sagte ein Sprecher dazu. Beide Ketten gehören der Gruppe Wesfarmers, also scheint diese Entscheidung wohl nur logisch zu sein.

Originalmeldung

GTA V macht wieder einmal Schlagzeilen. Die Handelskette Target in Australien hat aufgrund der – im Spiel vorhandenen – Gewalt gegen Frauen beschlossen, das Rockstar-Game nicht mehr zu verkaufen. Das offizielle Statement dazu lautet „Wir haben in den vergangenen Tagen mit vielen unserer Kunden über das Spiel gesprochen und es gab einen signifikanten Grad der Besorgnis über die Inhalte des Titels. Wir haben natürlich auch Feedback von Kunden erhalten, die einen weiteren Verkauf des Spiels befürworten. Wir respektieren auch deren Sicht auf die Angelegenheit. Allerdings sind wir der Ansicht, dass der Verkaufsstopp von GTA V im Einklang mit der Sicht der Mehrheit unserer Kunden steht“. Der Sprecher sagte noch dazu: „Während diese Produkte häufig Darstellungen beinhalten, die einige Kunden anstößig finden, so sind wir doch in den meisten Fällen der Meinung, dass es geeignete Produkte sind, die an ein erwachsenes Publikum verkauft werden können. Im Fall von GTA V haben wir von den Kunden ein erhebliches Feedback vernommen, in dem sie schilderten, dass sie den Verkauf nicht wünschen“. So wird das Spiel also nicht wegen dem R-Rating nicht mehr verkauft, sondern weil Frauen Gewalt angetan werden kann.

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8 Comments

        1. Oder anders gefragt – würden sich die auch aufregen, wenn eine Frau Hauptdarsteller wäre und gegen weibl. + männl. Chars virtuelle Gewalt ausüben würde? Das wäre dann kein Problem?

      1. Natürlich hat man in einem Game, in einem vorgegebenen Rahmen, Einfluss auf das Geschehen. Dies ändert jedoch nichts an der Realität: ein Spiel ist nur ein Spiel. Und ich habe schon bedenklichere Inhalte, weitaus realer, in anderen (passiveren) Medien erlebt. Hier gab es jedoch keinerlei Zensur od. Verbot. Leider kommen solche Aktionen immer von Leuten die keine Ahnung von der Materie haben. Für mich sieht das eher nach einer Marketingstrategie der genannten Händler aus. Die hier eine durchaus wichtige Thematik für Ihre Zwecke missbrauchen, mehr nicht.