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Review: Doctor Doom: Iron Man – Rollentausch

Nach Iron Man Sonderband 1: Die nächste Generation ist bekannt, dass Tony Stark in einem tiefen Koma liegt und Riri Williams in die Iron Man-Rüstung schlüpft, um als Ironheart in die Fußstapfen des Avengers zu treten. Doch Starautor Brian Michael Bendis lässt auch einen zweiten neuen Iron Man auf seine Leser los: den ehemaligen Superschurken Victor von Doom.

Nach den Ereignissen des Events Secret Wars zeigt sich der ehemals im ganzen Marvel-Universum gefürchtete Doctor Doom geläutert und schlüpft in die Rolle des goldenen Avengers. Dabei war Doom bereits in den letzten Monaten eine tragende Figur in den Iron Man-Comics. Nach der Wiederherstellung des Multiversums war sein Gesicht geheilt und so ganz ohne Maske dürstete es ihm nach Wiedergutmachung. So wurde mit Infamous Iron Man in den USA eine eigene Heftserie gestartet, dessen erster Storybogen nun als rund 140 Seiten starker Sammelband in deutscher Sprache erschienen ist.

„Zeig mir dein Gesicht, Victor.“

Dass ein neuer Held, der vorher für viele Jahre Angst und Schrecken über die Welt gebracht hat, nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen wird, ist verständlich. So muss sich der „berüchtigte“ Iron Man erst beweisen und bekommt es mit viel Skepsis zu tun. Allen voran Ben Grimm, der als Mitglied der Fantastic Four Doctor Doom unzählige Male die Stirn bot, kann sich nicht damit abfinden. Er versucht zusammen mit SHIELD-Agentin Maria Hill, Doom auf den Zahn zu fühlen. Und dann gibt es noch eine weitere Person aus der dunklen Vergangenheit des einstigen Schurken, der seinen aufrechten Plänen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung machen könnte…

Auch zehn Jahre nach ihren exzellenten Daredevil-Run zeigen Autor Brian Michael Bendis und Zeichner Alex Maleev, dass sie ein ausgezeichnetes Gespann abgeben. So bildet die neue Serie einen starken Kontrast zu den farbenfrohen Abenteuern in Invincible Iron Man. Maleevs Illustrationen sind düster und gleiten das eine oder andere Mal beinahe ins albtraumhaft Surreale ab. Die Geschichte wird zwar keinen großen Preis der Innovation gewinnen, ist dank der frisch zusammengewürfelten Zutaten jedoch auf jeden Fall ein Lesetipp. In den USA war die Handlung der Serie mit Heft 12 abgeschlossen. Anfang 2018 erscheint der zweite und abschließende Sammelband auf Deutsch.

Fazit

Bendis ist eine sehr gut gemachte Doctor Doom-Miniserie gelungen, die zwar wohl auch ohne die Iron Man-Rüstung funktioniert hätte. Zugegeben, das Kostüm des langjährigen Avengers bietet natürlich eher den Anreiz, einen Blick zu riskieren.

Seiten: 140
Preis: ca. 17 Euro
Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Alex Maleev
Verlag: Panini

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