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Da Capo-Review: The Last of Us Remastered (PlayStation Plus)

Zwischen 1. Oktober 2019 und 3. November gibt es The Last of Us Remastered im Rahmen der PlayStation Plus Mitgliedschaft für die PlayStation 4. Aus diesem Anlass servieren wir euch das passende Review aus dem Juli 2014 als Da Capo-Review.

Da Capo-Review

Mit The Last of US erschien im letzten Jahr einer der ganz großen Höhepunkte der vergangenen Konsolengeneration! Entwickler Naughty Dog packten in das Spiel ihr gesamtes Wissenaus der vergangenen Dekade und kreierten sowohl eine emotionale Achterbahnfahrt als auch eine technische Meisterleistung! Nun erscheint gerade mal ein Jahr später eine Neuauflage für die PlayStation 4. Zahlt sich ein Neukauf aus? Wie viel besser ist die„Remastered“-Version?

Bei Story und Gameplay hat sich nichts – wahrscheinlich sogar zum Glück – nichts getan! The Last of Us erzählt weiterhin die Geschichte von zwei sehr unterschiedlichen Figuren: Joel ist ein raubeiniger Endvierziger, der in einer Endzeit-Welt, die von infizierten Menschen zugrunde gerichtet wurde, verbittert und brutal um sein Überleben kämpft. An seiner Seite lernt ihr Ellie kennen, ein 14-jähriges Mädchen, die noch ihren Platz in dieser Welt sucht. Gemeinsam ergeben sie ein Duo, das euch schnell ans Herz wächst und jeder Gefühlsausbruch dessen im Spiel auch euch am Joypad bewegen wird. Genau dieser Punkt ist es auch, der The Last of Us zu einem ganz besonderen Spiel machte und auch heute noch macht. Ähnlich wie im Telltale-Adventure The Walking Dead sind die Protagonisten so intensiv in Szene gesetzt, dass wir sie begleiten und beschützen wollen –koste es was es wolle. Und es kostet viel, das wird uns bald klar. Selbst beim zweiten durchspielen nach rund 12 Monaten packt die Story den Spieler ein weiteres mal! Als kleinen Bonus bekommen PS4-Käufer den auf der PS3 für 15 Euro separat erschienen, rund 2 Stunden langen DLC „Left Behind“(SHOCK2 Review). Dieser erzählt euch nicht minder packend Ellies Vorgeschichte. Achtung ihr solltet „Left Behind“auf jeden Fall erst nach dem Hauptspiel spielen, da euch sonst einige heftige Spoiler erwarten!

The Last of Us Remastered 1

So dicht und spannend viele Passagen und Figuren im Spiel sind, spielerisch erwartet uns in erster Linie Altbekanntes. Wir haben in unserem ersten Durchgang rund 450 Menschen/Zombies getötet; mit Flammenwerfer, Pump-Gun und diversen Nahkampfwaffen. Haben uns an Gegner herangeschlichen oder sie einfach auf offenem Feld über den Haufen geballert. Das fühlt sich meist an wie in Uncharted, ein wenig besser vielleicht, ermüdet aber nach einiger Zeit –zu wenig Abwechslung bietet das solide aber wenig abwechslungsreiche Action-Gameplay. Diverse Stellen sind auch frustrierend schwer ausgefallen und nach dem zehnten Biss in unsere Kehle fliegen die Joypads schon mal tief. Aber auch hier sind Uncharted-Spieler ja Vergleichbares gewohnt und werden sich mutig durchbeißen. Auch bei den Rätseln beschränkt man sich auf drei Lösungsarten, die immer wieder eingesetzt werden.

Doch kann ein Spiel mit diesen Gameplay-Schwächen trotzdem ein Hit sein? Ja, ist es. Der Einstieg ins Spiel ist phänomenal, das Leveldesign ist so stark, dass man nur selten den richtigen Weg suchen muss, und man glaubt es kaum, die deutschen Sprecher (alternativ gibt es auch die englische Tonspur) machen einen richtig guten Job. Zusammen mit dem phänomenalen Soundtrack und der perfekt abgemischten Effektkulisse, ist das Spiel auch auf der PS4 ein akustisches Top-Erlebnis! Doch wie schaut es mit der Grafik aus?

The Last of Us Remastered 2

War die Optik schon auf der PS3 ein Traum wurde hier noch einmal kräftig nachgebessert! In vielen Situationen will man einfach nur die Umgebung beobachten und mit den beiden Protagonisten durch die zerstörte Welt laufen. Die Grafik läuft nun in flüssigen 60 Bildern in der Sekunde auf 1080p (PS3 lief auf 720p) und bietet eine unglaublich Fülle an Details. Allerdings müssen wir auch sagen, dass diese Verbesserungen nur auffallen wenn man aktiv nach ihnen sucht, denn im aktiven Spielverlauf kann die PS3-Version noch sehr gut mithalten und man sieht dem Spiel auch an, dass es eigentlich für die letzte Konsolen-Generation entstanden ist, dort jedoch das grafische Sahnestück war.

The Last of Us macht so viele Dinge richtig, die die meisten Spiele grundsätzlich falsch machen. Töten ist ein Mittel zum Zweck und so hart in Szene gesetzt, dass ich es auch mal versuche zu vermeiden. Die Dialoge zwischen den Helden sind wunderbar und wenn Charaktere, um die ich mich gerade nicht kümmere, spontan anfangen Dart zu spielen und sich dabei passend unterhalten, dann will ich dieses Spiel lieben –wissend, dass mich bald wieder ein nur mittelspannender Schusswechsel mit fünf gepanzerten Typen erwartet. Das bringt uns auch zu einer der wenigen Gameplay-Verbesserungen von The Last of Us Remastered. Da gibt es zum einen einen ultraschweren Schwierigkeitsgrad bei dem es nicht nur deutlich weniger Checkpoints im Game gibt, sondern auch die KI der Gegner besonders aggressiv eingestellt ist und es keinen Lauschmodus gibt. Deutlich nützlicher ist eine neue Steuerungsoption bei dem der PS4 Controller gut genutzt wird. Auch der Foto-Modus, bei dem ihr mit einer frei justierbaren Kamera Szenen einfangen könnt, macht Laune und erlaubt spektakuläre Bilder.

The Last of Us Remastered 3

Im Review ausgelassen habe ich noch spielerische Details, die für das Gesamtprodukt wichtig, für einen Test aber zweitrangig sind. Die Statistiken etwa, die euch über Kills, Trefferquote und Spielzeit informieren, oder die Werkbank, auf der ihr gesammelte Werkzeuge in Waffenverbesserungen umwandeln könnt. Selbst über die vielen Notizen, die ihr auf eurem rund 13-stündigen Weg findet und die euch über persönliche Erlebnisse anderer Menschen aufklären, bräuchten wir hier nicht zu sprechen, weil sie alle stimmig in Szene gesetzt und nur weitere kleine Puzzle-Teile im Gesamtkunstwerk The Last of Us sind.

Ein weiterer Puzzlestein, den wir aber in die Kategorie „nicht nötig, aber schön dass er da ist“schieben wollen, ist der Multiplayer –im Spiel genannt „Fractions“. In einem Clan-basierten-Modus tretet ihr im 4-gegen-4-Deathmatch an und duelliert euch so mit anderen Spielern. Ihr wählt eine Seite, Hunters oder Fireflys, und dürft wie schon in Uncharted mit ein paar Gimmicks euer Aussehen verändern und mit Loadouts und Perks eure Spielweise unterstützen. Außerdem gilt es, Nicht-Spieler-Charaktere mit Bergungsgut zu versorgen, das ihr anderen Spielern abnehmt. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen zwei Modi. In „Supply Raid“startet ihr als Team mit 20 Leben und kämpft, bis das letzte aufgebraucht ist. In „Survivors“gibt es keine Respawns und es wird als Best-of-7 gespielt. Vier Mal gewonnen und der Sieg ist euer. Egal welchen Modus ihr spielt, überlebt ihr zwölf Ingame-Wochen, warten neue Gimmicks auf euren Charakter und der Spaßgeht von vorne los. Wie schon der erwähnte Story DLC wurden auch die beiden Multiplayer DLCs der PS3 Version nun integriert, ein Umstand der euch zahlreiche neue Karten, einige Modi und Schwierigkeitsgrade beschert.

Review Overview

Wertung - 9

9

Oscarverdächtig!

Nein, wenn ihr die PS3-Version von The Last of Us gespielt habt wird euch die Remastered-Version nicht aus den Socken hauen! Zu gut sah schon das Originalspielvor einem Jahr aus und zu kurz ist die Zeit, dass man diesen Umstand vergessen haben könnte. Neukäufer erhalten jedoch die Chance eines der besten Games der letzten Generation zu erleben und dürfen ohne zu zögern zuschlagen. Auf vielen Ebenen ist dieses Game nach wie vor ein Meisterstück und muss einfach gespielt werden! Durch die Integration der DLC-Pakete und der verbesserten Steuerung geht für uns auch der Preis völlig o.k. Hier bekommt ihr mehr als die übliche „HD-Version“geboten!

User Rating: 4.7 ( 1 votes)

 

System: PS4The Last of Us Remastered Packshot
Entwickler: Naughty Dog
Spieler: 1-4
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 30 Euro
Alter: 18+
Sprache: deut./engl.
Text: deut./engl

Weiter Lesen:

The Last of Us 2: Alles, was wir bislang wissen

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