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Comic-Tipp: Akte X – Staffel 10 – Believers

Aus aktuellem Anlass unser Review zum ersten Band der laufenden Comicserie zu Akte X! Ursprünglich erschienen am 30. November 2013.

Manchmal gibt es Serien, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Serien die auch nach vielen Jahren noch eine treue Fangemeinde haben. Eine solche Serie ist Akte X, oder wie sie im Original heißt, The X-Files. Nun, 11 Jahre später, findet die Serie in Comicform mit der 10. Staffel ihre Fortsetzung …

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Die Ex-Agenten Dana Scully und Fox Mulder sind aus dem FBI ausgetreten und führen nun ein ruhiges Leben als Ehepaar Blake in Spotsylvnia County im US-Staat Virginia. Doch plötzlich häufen sich seltsame Ereignisse und auch auf Scully wird Jagd gemacht. Eine mysteriöse Gruppe hat sich Zugang zu den geheimen Informationen des FBI verschafft und scheint es auf Danas Sohn William abgesehen zu haben. Diesen hat sie aber vor mehr als 10 Jahren zur Adoption freigegeben. Da steht auf einmal Skinner in der Tür und wird kurz darauf Opfer eines Angriffes. Mulder und Scully bleibt nichts anderes übrig, als erneut zu ermitteln …

Irgendjemand ist hinter Scully her.

Irgendjemand ist hinter Scully her.

Vielmehr wird von der Handlung nicht verraten, denn Akte X lebt immerhin von seinen Geheimnissen und neben Joe Harris ist mit Chris Carter der Schöpfer und Vater der Serie mit an Bord und werkelte gemeinsam mit an der Story herum. Auch wenn die Hauptaufgabe bei Joe Harris lag, ist Carters Handschrift merklich spürbar. Er setzt nicht einfach an Staffel 9 der weltweit erfolgreichen TV-Serie an, sondern lässt, wie im realen Leben auch, 11 Jahre ins Land ziehen. Mulder und Scully sind in ihrem weiteren Leben gewachsen und auch beim FBI gab es die ein oder andere Veränderung. Aber auch viele andere Nebencharaktere haben in diesem ersten Band der 10. Staffel sogleich ihren Auftritt. Neben John Doggett und Monica Reyes, dürfen natürlich auch die Lone Gunmen nicht fehlen. Dass diese eigentlich als tot gelten, ist für Carter kein Hindernis um sie erneut einzubauen. Die Handlung weißt die bekannten Erfolgselemente der Serie auf und verknüpft, Spannung, Drama und Science Fiction mit dem Mysteriösen und Unglaublichen.

Mulder arbeitet an seinen Memoiren. Im Hintergrund sehr gut zu sehen, das bekannte Poster mit dem UFO.

Mulder arbeitet an seinen Memoiren. Im Hintergrund sehr gut zu sehen, das bekannte Poster mit dem UFO.

Wer bei Akte X nun einen fotorealistischen Stil a’la Alex Ross erwartet, der wird schlichtweg enttäuscht sein. Stattdessen ist das Artwork einfach und minimalistisch gehalten. Starke Kontraste und dicke Outlines dominieren das Gesamtbild und erzeugen so, in meinen Augen, genau die richtige Stimmung. Doch es gibt auch leichte Probleme mit den Zeichnungen von Michael Walsh. Während die Figuren in vielen Szenen ihren Vorbildern fast schon zum Verwechseln ähnlich sehen, gibt es auch immer wieder Momente, in denen man glaubt, eine vollkommen andere Figur vor sich zu haben. Besonders auffällig sind diese Momente bei den Lone Gunmen, die teilweise sehr seltsam aussehen. Die Farbgebung von Jordie Bellaire fällt eher gediegen aus und zeichnet sich durch sanfte Pastellfarben und das überwiegende Fehlen von Farbabstufungen auf. Schatten und ähnliche Effekte werden durch die Inks erzeugt, was in vielen Szenen doch sehr befremdlich wirkt. Ein Umstand, der im zweiten Band bereits behoben sein wird. Dennoch wird das Gesamtfeeling hierdurch nicht merklich beeinträchtigt.

Tote leben länger. Vor allem, wenn es die Lone Gunmen, alias die einsamen Schützen, sind.

Tote leben länger. Vor allem, wenn es die Lone Gunmen, alias die einsamen Schützen, sind.

Thomas Muelbradt AvatarFAZIT:

Die X-Akten sind wieder geöffnet und das Feeling ist wieder da. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich jedem neuen Staffelauftakt entgegenfieberte, und wie ich mich freute, wenn es dann endlich losging. Genau dieses Gefühl hatte ich erneut, als ich den Band gelesen habe. Auch wenn das Artwork zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist und manche Figuren ein wenig entstellt wirken, macht die Geschichte sofort wieder Spaß und zieht einen in seinen Bann. Je weiter die Handlung voranschreitet umso mehr zeigt sich aber auch, dass das Artwork dem Band sehr gut tut. Extras gibt es neben einer schönen Covergalerie leider nicht, aber diese kann sich, dank der unterschiedlichen Künstler, durchaus sehen lassen. Und wie bei vielen anderen Veröffentlichungen von dani books, erhalten Käufer der Printausgabe eine Digital Copy gratis dazu. Eines ist gewiss, ich werde der Serie weiterhin treu bleiben.

Auch hier. Ein Geist aus der Vergangenheit. Figuren, die nicht fehlen dürfen.

Auch hier. Ein Geist aus der Vergangenheit. Figuren, die nicht fehlen dürfen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012-2013 IDW Publishing / dani books

2 comments

  1. Und wie verhält sich nun die Serie zu den Comics?
    Bleibt der Inhalt der Comics bestehen, oder wird er für nichtig erklärt?
    Soweit ich sehe, schließt es sich nicht automatisch aus, oder? In der Serie wird ja auch von einem Kind gesprochen.

    Btw: Der Stil erinnert mich stark an die aktuelle Hawkeye Serie. Ungewöhnlich aber passend.