Comic-ReviewComicsHighlightNews

Advent-Special – Review: Hellboy: Krampusnacht

Rasputin, Baba Yaga, Nazis – die Liste an Feinden und Monstern, denen sich Hellboy im Laufe seines 25-jährigen Bestehens stellen musste, ist sehr lang. Mike Mignola, genialer Schöpfer der Figur, ist sie aber offenbar noch nicht lang genug. Er begibt sich lieber auf die Suche nach weiteren, mystischen Charakteren, die es mit dem roten Teufel aufnehmen könnten.

Vor einiger Zeit wurde der Autor und Zeichner schließlich im alpinen Raum fündig – und was oder besser gesagt wen er dort fand, dürfte nur wenige von uns überraschen …

Hellboy ist nicht erfreut | © Dark Horse Comics

Wer bestraft die unartigen Kinder?

Die Rede ist natürlich vom Krampus, dem dämonischen „Helfer“ des Nikolaus. Während der Nikolaus die braven Kinder mit Süßigkeiten, Mandarinen und Nüssen beschenkt, bestraft der Krampus die unartigen mit Peitschenhieben und bringt ihnen Kohle. Eine sehr amüsante Erklärung des Krampus lieferte übrigens vor einigen Jahren Christoph Waltz bei der Tonight Show mit Jimmy Fallon.

Mythen und Fabeln liefern die besten Vorlagen

Die Gestalt des Krampus fand Mignola derart interessant, dass er ihr 2017 eine eigene One-Shot-Story widmete. Diese trägt sich 1975 in einem verschneiten Fleckchen in Österreich zu. Hellboy hörte von Gerüchten, dass es hier in einem nicht näher beschriebenen Ort Probleme mit einer okkulten Macht geben könnte. Da lässt sich der brummige Teufel natürlich nicht zweimal bitten und geht dem Spuk auf den Grund. Als er schließlich in einer alten, abgelegenen Hütte auf einen freundlichen, alten Mann trifft, der nicht überrascht von seiner äußeren Gestalt zu sein scheint und sogar so wirkt, als würde er ihn erwarten, weiß Big Red, dass hier etwas faul ist.

Mit guten Freunden lässt es sich gut feiern | © Dark Horse Comics

Mignola + Hughes – das gehört zusammen!

Hellboy: Krampusnacht ist Hellboy-Unterhaltung in Reinkultur und verdeutlicht, warum Mike Mignola von seinen Fans verehrt wird. Ihm gelingt es, in einem 32-seitigen Heft jedes Panel und jede Szene eindrucksvoll und interessant zu inszenieren. Nichts ist zu viel, nichts fehlt. Die Spannung und die Suspense baut sich langsam und stetig auf, um in einem fulminanten und irgendwie melancholischen Finale zu enden.

Wunderbar unterstützt wird die pulpige Weihnachtsgeschichte von den Zeichnungen von Adam Hughes. Sein weicher Stil passt perfekt zu Hellboy und besonders zu dem winterlichen Setting – hervorragend für die aktuelle Adventszeit!

Bewertet man das Resultat dieser Kooperation, stellt man sich unweigerlich die Frage, warum Mignola und Hughes nicht schon viel früher zusammen gearbeitet haben. Zum Glück ist bereits eine zweite Kollaboration der beiden Künstler für das Frühjahr des kommenden Jahres bestätigt worden. Der nächste One Shot-Comic wird Hellboy and the B.P.R.D.: The Seven Wives Club heißen und am 20. Februar bei Dark Horse Comics in den USA erscheinen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Während das neue Projekt zunächst nur auf englisch verfügbar sein wird, ist Hellboy: Krampusnacht bereits auf deutsch im Cross Cult Verlag erschienen. Bei einem Preis von rund fünf Euro kann man hier auch wirklich nichts falsch machen. Klare Kaufempfehlung!

Info
Seiten: 32 Seiten
Preis: 5 Euro
Autor: Mike Mignola
Zeichner: Adam Hughes 
Verlag:
Dark Horse Comics/Cross Cult

Weiterlesen zum Thema:

Special: Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt mit Hellboy zu beginnen

Special: Die ultimative Hellboy-Lese-Anleitung

Amazon-Partnerlink:

Tags

Related Articles

Back to top button
Close