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Brettspiel-Review: Der Herr der Ringe: Die Entscheidung

Wie bei Videospielen gibt es auch bei Brettspielen eine Unmenge an Lizenzumsetzungen, und wie man das von Videospielen kennt, gibt es hier genauso viele tolle Spiele wie Lizenzschrott. Eine der Marken, die für solche Umsetzungen prädestiniert ist, ist natürlich Der Herr der Ringe. Eine Grundregel: Werden im Spiel Fotos aus den Filmen verwendet, lasst ihr besser die Finger davon, handelt es sich um eigene Illustrationen, seid ihr meistens auf der sicheren Seite.

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Als Herr der Ringe– und Brettspielfan sammeln sich im Laufe der Jahre so einige Spiele an. Bis auf Risiko und das extrem schwere Meisterquiz alles sehr zu empfehlen.

Der Herr der Ringe: Die Entscheidung ist ein Spiel von Brettspielautorenlegende Reiner Knizia, der im Jahr mehr Spiele entwickelt, als James Patterson Bücher schreibt, und immer wieder begehrte Preise wie das Spiel des Jahres abstaubt. Ursprünglich erschien das Spiel bei Kosmos (aus dieser Version stammen die Bilder in diesem Review), mittlerweile liegen die Recht bei Fantasy Flight Games, die eine Deluxe-Version des Spiels herausgebracht haben (welche im deutschsprachigen Raum vom Heidelberger Spieleverlag vertrieben wird).

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Kurz zu den Regeln
Knizia hat sich bei Die Entscheidung eindeutig vom Klassiker Stratego inspirieren lassen. Doch das ist keineswegs schlecht, und die Mechaniken wurden genügend verändert, sodass ein eigenständiges, schön taktisches Spiel entstanden ist. Wie in Stratego werden die Figuren beider Seiten zu Beginn so aufgestellt, dass nur der Spieler, der sie kontrolliert, weiß, um wen es sich handelt. Der Spieler der gute Seite kontrolliert die neun Gefährten, sein Gegenspieler neun Schergen Saurons, vom Balrog bis zu den Nazgûl. Jede Figur hat eine einzigartige Fähigkeit und einen Kampfwert zwischen 0 und 9.

Ist ein Spieler an der Reihe, muss er mit einer Figur ein Feld nach vorne ziehen. Der Spieler des Lichts muss Frodo sicher nach Mordor bringen, der Spieler der Finsternis muss entweder Frodo töten oder mit drei Figuren das Auenland errreichen. Treffen nun zwei Krieger aufeinander, kommt es zum Kampf. Dabei werden die Kampfwerte verglichen, zuvor spielt jeder gleichzeitig eine Karte aus, die entweder den Kampfwert der Figur verstärkt oder eine besondere Fähigkeit hat. Hier kommen auch die Spezialfähigkeiten der Charaktere ins Spiels, die alle sehr thematisch sind. So besiegt Merry zum Beispiel besiegt den Hexenkönig von Angmar sofort, während der fliegende Nazgûl jedes Spielfeld attackieren kann.

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Gedankenspiele in Mittelerde
Dadurch, dass man die Figuren des Gegners nicht sieht, kommt ein gewisser Glücksfaktor ins Spiel, der aber gut passt, weil es dadurch erst richtig spannend wird. Hat der Gegner wirklich den Balrog in Moria stehen (der jeden tötet, der durch die Minen reisen will), oder will er nur, dass ich das glaube? Hat sich Frodo hinter den starken Gefährten verschanzt, oder will er möglichst schnell ins Auenland? Auch die Handkarten erhöhen den Glücksfaktor, aber da man diese erst wieder aufnehmen darf, nachdem man alle ausgespielt hat, kann man gut abschätzen, welche Karten der Gegner noch in petto hat. Die Illustrationen sind, bis vielleicht auf das Spielbrett, gewohnt schön, so wie man das aus den anderen Herr der Ringe-Spielen von Kosmos und FFG kennt.

Genre: Brettspiel
Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 20 Euro

Wie bei Videospielen gibt es auch bei Brettspielen eine Unmenge an Lizenzumsetzungen, und wie man das von Videospielen kennt, gibt es hier genauso viele tolle Spiele wie Lizenzschrott. Eine der Marken, die für solche Umsetzungen prädestiniert ist, ist natürlich Der Herr der Ringe. Eine Grundregel: Werden im Spiel Fotos aus den Filmen verwendet, lasst ihr besser die Finger davon, handelt es sich um eigene Illustrationen, seid ihr meistens auf der sicheren Seite. Als Herr der Ringe- und Brettspielfan sammeln sich im Laufe der Jahre so einige Spiele an. Bis auf Risiko und das extrem schwere Meisterquiz…

Review Overview

Wertung - 8

8

Spannende Duelle in Mittelerde

Summary : Der Herr der Ringe: Die Entscheidung fängt das Thema schön ein und benutzt es nicht nur, um mit der Lizenz schnell Geld zu verdienen. Ein taktisches Spiel für zwischendurch (ca. 30 min), nicht nur, aber natürlich insbesondere für Herr-der-Ringe-Fans.

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