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2016: Das Jahr der Kino-Superhelden

Spätestens seit dem großen Erfolg der Avengers bei ihrem ersten gemeinsamen Leinwandauftritt im Jahr 2012 sind Superhelden-Filme aus dem Mainstream-Kino nicht mehr wegzudenken. Während die Marvel Studios mit ihren Aushängeschildern Captain America, Hulk, Thor und Iron Man weiterhin auf einer Erfolgswelle reiten, beginnt Konkurrent Warner Bros. heuer einen Gegenangriff mit Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad. 2016 wird mit sechs großen Comicverfilmungen das größte Superhelden-Jahr aller Zeiten.

Blut und dreckige Witze
Bereits im Februar startet die Comic-Großoffensive mit Deadpool. Der Marvel-Charakter unterscheidet sich von klassischen Helden durch seine obszöne Ausdrucksweise und Freude zur gewaltvollen Beseitigung von Gegnern. Es handelt sich gleichzeitig um den ersten großen Superhelden-Film seit Jahren, der in den USA keine Jugendfreigabe erhält.

Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist Soldat in einer Spezialeinheit und Söldner. Als er von seiner Krebserkrankung erfährt, unterzieht er sich einem riskanten Experiment im Labor des skrupellosen Ajax (Ed Skrein). Danach sieht er hässlich aus, hat aber Selbstheilungskräfte – und weil Wades Freundin Vanessa Carlisle (Morena Baccarin) von Ajax verfolgt wird, gleich auch eine Mission.

Reynolds war bereits in einem Wolverine-Film als Deadpool zu sehen, erntete aber aufgrund der nicht vorlagengetreuen Darstellung des Charakters viel Kritik. Dieser Fehler soll am 12. Februar korrigiert werden, wenn Deadpool in die österreichischen Kinos kommt.

Krieg der Helden
Gleich zwei große Blockbuster widmen sich Konflikten zwischen Helden. Warner Bros. veröffentlicht am 24. März Batman v Superman: Dawn of Justice, in dem die beiden Ikonen gegeneinander antreten.

us Furcht vor den unkontrollierten Handlungen eines gottgleichen Superhelden (Henry Cavill) nimmt es Gotham Citys eigener, respekteinflößender Ordnungshüter (Ben Affleck) mit Metropolis‘ verehrtem Retter auf, alarmiert durch die von Superman in Man Of Steel angerichtete Zerstörung. Währenddessen ringt die Welt mit der Frage, welchen Held sie tatsächlich braucht. Doch während sich Batman und Superman im Krieg miteinander befinden, taucht schnell eine neue Bedrohung auf, die die gesamte Menschheit in Gefahr bringt.

Der Film hat aber eine viel größere Ausgabe, soll er doch das Kinodebüt der Justice League im Jahr 2017 vorbereiten.

Die Konkurrenz bei Marvel ruft den Superhelden-Bürgerkrieg aus. In Captain Ameria: Civil War stehen Captain America und Iron Man zusammen mit anderen Helden auf verschiedenen Seiten eines politischen Konflikts.

Der Film beginnt nach dem Ende von Avengers: Age of Ultron. Steve Rogers führt ein neues Avengers-Team mit dem Ziel, die Menschheit weiterhin zu beschützen. Nachdem ein weiterer internationaler Vorfall mit Beteiligung der Avengers mit Kollateralschäden endet, fordert die Politik ein System, das Rechenschaft gewährleistet und ein Organ darstellt, das die Einsätze des Teams kontrolliert. Der neue Status Quo zersplittert die Avengers während sie gleichzeitig versuchen, die Welt vor einem neuen ruchlosen Gegner zu beschützen. Kinostart: 6. Mai.

Uraltes Übel
Ebenfalls im Mai (am 27.5.) erscheint X-Men: Apocalypse.

Das Jahr 1983. Die Gesellschaft hat sich geändert, Mutanten werden akzeptiert. Doch ein uralter Schurke will sowohl Menschen als auch Mutanten unterjochen: Apocalypse (Oscar Isaac), der älteste und mächtigste aller Mutanten. Zur Verwirklichung seines Plans einer neuen Weltordnung bringt Apocalypse vier Mutanten unter seine Kontrolle: Magneto (Michael Fassbender), Psylocke (Olivia Munn), Storm (Alexandra Shipp) und Angel (Ben Hardy). Es ist an Raven (Jennifer Lawrence) und Professor Xavier (James McAvoy), ein Team junger Mutanten anzuführen, das sich Apocalypse in den Weg stellt.

Schurken im Rampenlicht
Auf die Einführung eines neuen Batman (Ben Affleck) in Batman v Superman: Dawn of Justice aufbauend, dreht sich Suicide Squad um die Gegner des „Dunklen Ritters“. Gegenspieler wie Deadshot (Will Smith) und Harley Quinn werden von einer geheimen Regierungsorganisation dazu gezwungen, ein Himmelfahrtskommando anzutreten. Ein weiteres Highlight: Der Musiker (30 Seconds to Mars) und Schauspieler Jared Leto bringt eine neue Version des Joker (vormals von Jack Nicholson und Heath Ledger verkörpert) auf die Leinwand. Kinostart: 5. August.

Sherlock Holmes wird zum Magier
Das Schlusslicht bildet Doctor Strange mit Benedict Cumberbatch (Sherlock, Der Hobbit-Trilogie) in der Titelrolle. Als der brillante Chirurg Stephen Strange nach einem Unfall seine Hände nicht mehr benutzen kann, erlernt er in Tibet die Kunst der Magie. Die hochkarätige Besetzung umfasst neben Cumberbatch auch Tilda Swinton, Chiwetel Ejiofor und Mads Mikkelsen. Kinostart: 4. November.

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Gambit mit Channing Tatum in der Hauptrolle wurde für diesen Artikel ausgeklammert, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Film wie geplant 2016 erscheint.

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